USA/CDN 99
19.Tag: Thunder Bay - Pidgeon High Falls - Grand Portage NM - Split Rock Lighthouse - Duluth - Ashland
Um 9:15 Uhr starten wir in Thunder Bay. Schon nach einer guten halben Stunde sind wir an der US-Grenze. Wir parken auf der kanadischen Seite und wandern durch den Wald eine Anhöhe hinauf, bis wir den Wasserfall des Grenzflusses Pidgeon River erreicht haben. Er ist ähnlich wie der Kakabeka Fall, aber jeder Wasserfall ist ja wieder auf eine andere Weise beeindruckend.
Wir gehen denselben Weg zurück und treffen auf ein Eichhörnchen, das sich auch durch unsere Kameras nicht bei seinem Frühstück stören lässt.
An der Grenze lassen wir unsere Quittungsbelege vom kanadischen Zollbeamten abstempeln (für die Steuerrückerstattung) und reisen dann nach ausführlicher Befragung durch den US-Einwanderungsbeamten wieder
in die USA ein. Gleichzeitig sind wir eine Zeitzone weiter, und können unsere Uhren eine Stunde zrückstellen (CST).
Nach kurzer Fahrt sind wir beim Grand Portage NM, ein großes Blockhaus mit Nebengebäuden auf einer Wiese direkt am See. Hier war zu Zeiten der Pelzhändler die Kanu-Fahrt von Osten her über die Großen Seen erstmal zu Ende und die Kanus mussten über Land zu den nächsten Gewässern weiter westlich geschleppt werden. Wir besichtigen die Bauten mit ihren Inneneinrichtungen, schauen uns den Film über die Geschichte an und bummeln über das Gelände.
Eine Indianierin demonstriert, wie Körbe aus Birkenrinde gemacht werden und auch die Teepees, die auf den Prärien mit Büffelhaut gebaut werden, werden hier mit Birkenrinde gemacht. Das Material ist in den riesigen Birkenwäldern dieser Gegend reichlich vorhanden. In einem Nebengebäude bekommen wir gezeigt, wie ein großes Kanu ebenfalls aus Birkenrinde entsteht. Abgedichtet wird es mit einer Mischung aus Harz und Honig.
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Beim Grand Portage NM: Teepee (Indianerzelt) aus Birkenrinde
Auf unserer weiteren Fahrt nach Süden am Lake Superior entlang machen wir einen Halt in Beaver Bay, wo wir Eis essen und einen Quilt Shop besuchen. Weiter geht's zum Split Rock Lighthouse, einem alten Leutturm, der oben auf einer Felsklippe steht. Er wurde gebaut, um die Eisenerzfrachter vor der gefährlichen Küste zu warnen. Zuerst stellen wir uns in die Warteschlange und werden dann die enge Treppe im Inneren des Turms hinaufgelassen, wo die Glühlampe mit Spiegel zu sehen ist.
Anschließend steigen wir eine Holztreppe zum Seeufer hinab, wo sich jeder den besten Standort sucht, um den Blick auf den malerischen Turm hoch oben auf dem Felsen fotografisch festhalten zu können.
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Split Rock Lighthouse am Lake Superior
Die rötlich Färbung des Felsens und der Steine am Ufer zeugen von Eisengehalt.
Unsere nächste Station ist das Städtchen Two Harbors. Wir fahren eine kurze Runde durch diesen idyllischen Hafenort, bevor wir die Reise fortsetzen. Wir biegen links von der Hauptroue ab und fahren die Scenic Route, die direkt am Wasser entlang führt, und erreichen schließlich Duluth. Dort richten wir uns nach den Schildern 'Downtown' und kommen so in die Innenstadt am Hafen, wo wir sogar einen Parkplatz ergattern. Wir bummeln durch die Straßen, wo es schöne Kunstgwerbergeschäfte gibt.
So gelangen wir zur Hafeneinfahrt, die von zwei kleinen Leuchttürmen gesäumt ist. Jedesmal, wenn ein Boot passieren will, wird die große Hebebrücke ('Aerial Lift Bridge') gesperrt und unter lautem Klingeln noch oben gefahren. Sie verbindet die Stadt mit einer dem Hafen vorgelagerten Halbinsel, auf der auch der Strand ist.
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Duluth: Aerial Lift Bridge
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Duluth: Hafeneinfahrt
Am Wasser entlang wandern wir zurück zu unserem Auto und verlassen die Stadt und damit Minnesota auf dem Schnellstraßensystem Richtung Osten, wo sich jenseits der Staatsgrenze in Wisconsin gleich die Stadt Superior anschließt.
Gegen 19:30 Uhr erreichen wir kurz vor Ashland unser Hotel am See. Vom Zimmer haben wir einen herrlichen Blick auf das Wasser das von Enten und Kranichen bevölkert ist. In dem Restaurant nebenan essen wir zu Abend.