USA-Reise 93: Mt.Rainier - Mt.St.Helens

Mt.Rainier - Mt.St.Helens

USA/CDN 93

22.Tag: Fahrt Omak,WA - Packwood,WA


Mt. Rainier
Der Vulkan Mount Rainier (Mt.Rainier NP, WA)

Um 9:50 Uhr fahren wir in Omak los, weiter Richtung Süden, erst durch das Okanegan Valley dann durch das Columbia Valley. Zunächst durchqueren wir Obstanbaugebiete , dann riesige Rinder-Weide-Gebiete. Wir machen einige Fotostopps und mittags eine größere Pause in Ellenburg, wo wir bei 'Dairy Queen' essen.

Dann geht's weiter auf der Autobahn bis Yakima, wo wir nach rechts abbiegen, um Richtung Westen in die Berge zu kommen. Wir schlängeln uns durch Wälder hinauf und haben plötzlich einen ersten Blick auf den schneebedeckten Vulkanberg Mt.Rainier.

Gegen 16:40 Uhr kommen wir in Packwood an. Es ist ein winziger abgelegener Ort, aber mit Motels, Supermarkt und Tankstelle. Wir finden nach kurzer Suche auch ein freies Zimmer und können auspacken. Nach dem Einkauf im Supermarkt essen wir unsere Brote, planen die weiteren Tage und spielen noch etwas Canasta.



23.Tag: Mt.Rainier National Park / Windy Ridge


Mt. Rainier
Auf einer Blumenwiese

Wir fahren um 10:15 Uhr in den nahen 'Mt.Rainier National Park'. Dort gibt es mehrere Scenic Routes und Viewpoints. Wir wenden uns zunächst nach Norden zum 'Sunrise Point' und haben Glück: der majestätische weiße Berggipfel ist frei von Wolken und kontrastiert mit dem blauen Himmel.
Wir wandern einige Wege durch Blumenwiesen, immer mit Blick auf den Vulkan. Dann essen wir dort etwas und kaufen Bücher und Karten der Gegend. Als nächstes fahren wir zurück und wenden uns nach Südwesten zum 'Paradise Point', doch hier ist es neblig und der Berg ist in Wolken. Wir besuchen das Visitor Center und kehren gegen 16 Uhr nach Packwood zurück.


Windy Ridge
Blick von der 'Windy Ridge' (beim Mt.St.Helens) auf den Spirit Lake, in dem noch die Baumstämme schwimmen

Von dort fahren wir gleich weiter nach Süden. Auf einer einsamen kurvenreichen Forststraße, auf der kaum andere Autos fahren, kurven wir durch Wald und über Berge. Schließlich kommen wir in die 'Desaster Area' des Mt.St.Helens (Katastrophengebiet des Vulkanausbruchs). Durch die Druckwelle bei der Explosion des Vulkans, bei der am 18. Mai 1980 der Berggipfel weggesprengt wurde, wurden die Bäume nicht umgeweht, sondern regelrecht wie Streichhölzer auf halber Höhe abgeknickt. Da die Gegend als National Monument unter Schutz gestellt wurde, ist alles so belassen, wie die Natur seit damals mit der Katastrophe fertiggeworden ist. Ganze Berghänge sind kahl und mit Baumstümpfen und -stämmen übersät. Dazwischen ist allerdings schon das frische Grün der nachwachsenden Bäumchen zu sehen und der Boden ist mit Büscheln blühender Blumen bedeckt.
Wir kommen zur 'Windy Ridge', die ihrem Namen alle Ehre macht. Dunkle Wolken verhüllen zeitweise den Vulkan mit der fehlenden Spitze, und der kalte Wind fegt über die unheimliche Landschaft. Der See 'Spirit Lake' am Fuße des Vulkans ist immer noch großflächig mit hell schimmernden Baumstämmen bedeckt, die die Druckwelle dort hineingeschleudert hat. Man kann vom Parkplatz noch eine Anhöhe hinaufkraxeln, aber angesichts des Sturms und unserer leichten Bekleidung verzichten wir darauf.
Wir sehen uns in der Nähe noch das Auto an, das halb verschüttet seit der Katastrophe hier vor sich hin rostet und kehren dann denselben Weg zurück.


Um 20:10 Uhr sind wir wieder beim Motel. Hier wartet eine besondere Attraktion auf uns, da der Motelbesitzer einige Lamas hält und die Kinder sie im Hof herumführen dürfen.
Dann nehmen wir noch unser Dinner in einem Restaurant, frischen im Supermarkt unsere Vorräte auf und sind um 22 Uhr wieder im Hotelzimmer.



24.Tag: Fahrt Packwood - Mt. St.Helens - Eugene,OR


Mt.St.Helens
Blick vom Visitor Center über die Geröllhalden zum Vulkan Mt.St.Helens (in Wolken)

Um 9:15 Uhr starten wir Richtung Westen und erreichen die Autobahn, die wir nach Süden fahren. Am Abzweig zum Mt.St.Helens biegen wir ab, um uns den Vulkan noch einmal von der anderen Seite anzusehen. Nach 48 Meilen Fahrt sind wir beim neuen Visitor Center, das in einer großen Ausstellung über den Vulkanausbruch und das Ausmaß der Zerstörungen informiert. Auch den sehr interessanten Film sehen wir uns an. Draußen gehen wir auf schmalen Wegen durch blühende Blumen und Büsche und haben einen herrlichen Ausblick auf den Vulkan, der leider zeitweise von Wolken verhüllt ist. Auch kann man unten ins Tal sehen, wo sich damals eine riesige Lawine aus Schlamm, Geröll und Baumstämmen entlang wälzte bis sie das Meer erreichte.


Mt.St.Helens
Mt.St.Helens nach dem Ausbruch 1980 (Ansichtskarte)

Nach diesen bewegenden Eindrücken kehren wir auf die Autobahn zurück und kommen gegen 17:45 Uhr in Eugene an. Nach kurzer Suche haben wir ein Motel gefunden.

Anschließend fahren wir zu einer Mall, wo wir erst essen und dann groß einkaufen. In Oregon gibt es keine 'Sales Tax', so dass die Schuhe, Jeans etc. noch günstiger sind.
Um 20:30 Uhr sind wieder im Motel, wo wir noch etwas fernsehen.


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