Der Blues entstand Ende des 19.Jahrhunderts auf den
Baumwollfeldern des Südens der USA. Die Keimzelle war
wahrscheinlich das Mississipi Blues Delta, so wird die
Gegend zwischen Mississippi und Yazoo River südlich von
Memphis genannt.
Viele Bluesmen zogen nach Chicago, wo aus dem Country Blues mit Hilfe der Elektrogitarre später der Rhythm'n'Blues und der Rock'n'Roll wurde. Im Süden entwickelte sich der Rockabilly, Boogie Woogie und Jazz. (Siehe auch Blues Story von John Meekings.)
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1873 - 1958 |
Florence, AL |
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| Jim Jackson (x) | 1884 - 1937 | Hernando |
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1888 - 1949 |
Shiloh, LA |
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| Papa Charlie Jackson (w) | 1890 - 1938 | New Orleans, LA |
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1891 - 1934 |
Edwards |
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1893 - 1958 |
Scott |
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1893 - 1966 |
Teoc |
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1896 - 1956 |
Terry |
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| Rev. Robert Timothy Wilkins (x) | 1896 - 1987 | Hernando |
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1897 - 1965 |
Glendora |
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1899 - 1970 |
New Orleans, LA |
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1902 - 1988 |
Riverton |
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1902 - 1969 |
Bentonia |
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1903 - 1982 |
Crawford |
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| Walter "Furry" Lewis (x) | 1899 - 1981 | Greenwood |
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1904 - 1972 |
Rossville, TN |
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1905 - 1974 |
Forest |
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1907 - 1995 |
Vance |
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1909 - 1977 |
Houston |
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| Robert Nighthawk (x) | 1909 - 1967 | Helena, AR |
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23.07.09 - 21.01.92 |
New Orleans, LA |
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10.06.10 - 10.01.76 |
West Point |
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08.05.11 - 16.08.38 |
Hazlehurst |
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04.04.15 - 30.04.83 |
Rolling Fork |
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28.06.15 - |
Shaw |
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01.07.15 - 29.01.92 |
Vicksburg |
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03.09.15 - 24.02.88 |
Memphis, TN |
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06.04.17 - 08.12.81 |
Horn Lake |
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27.01.18 - 24.05.63 |
Richland near Jackson |
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19.12.18 - 30.01.80 |
Bogalusa, LA |
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17.08.20 - 21.06.01 |
Clarksdale |
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| Joe Willie Wilkins (x) | 07.01.21 - 28.03.79 | Davenport/Bobo |
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29.01.23 - 25.12.85 |
Benoit |
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23.04.23 - 21.12.92 |
Indianola: |
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03.06.24 - 19.12.97 |
Ruleville |
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06.09.25 - 29.08.76 |
Dunleith |
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16.09.25 |
Indianola |
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18.10.26 |
St.Louis, Missouri |
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26.02.28 |
New Orleans |
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30.12.28 - 02.06.08 |
McComb |
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05.03.29 - 29.04.67 |
Monticello |
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21.03.30 - 24.04.70 |
Jackson |
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29.04.34 |
Philadelphia |
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09.12.34 - 15.01.98 |
Memphis, TN |
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30.07.36 |
Lettsworth, LA |
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08.01.35 - 16.08.77 |
Tupelo |
...war (und ist) das Zentrum des Blues, das die Musiker aus dem Süden anzog. Hier gab es die Radiostation WREC, wo 1945-52 Sam Phillips als Diskjockey arbeitete, der dann 1951 dort die berühmten Sun Studios (mit dem Blues Label "Sun Records") gründete. Als Talentsucher und Produzent (wie die Chess Brüder in Chicago) nahm er Platten auf von späteren Blues-Größen wie B.B.King, Howlin' Wolf und Roscoe Gordon. Berühmt wurde er durch die Entdeckung von Elvis Presley. In den späten 50ern nahm er neben Blues hauptsächlich Country und Rockabilly Musiker auf wie Jerry Lee Lewis, Johnny Cash, Carl Perkins, und Roy Orbison.
Vor Sam Phillips wirkte in Memphis ein weiterer Förderer des Blues: W.C.Handy.
1873 - 1958 (cornet)
Er wird "Father of the Blues" genannt ...
aber obwohl der Blues viele Väter hat, muss William
Christopher Handy sicherlich als einer von ihnen betrachtet werden.
Geboren 1873 in Florence, Alabama, war W.C. Handy überhaupt
kein Delta Bluesman. Als Kind war er Musikschüler und spielte
Kornet, später reiste er mit Tanzkapellen durch den Süden
und spielte bei Minstrel Shows und bei Zeltveranstaltungen. Handy
hatte etwas ähnliches wie Blues schon 1892 gehört, aber
es war 1903, während er in Tutwiler, MS, auf einen
verspäteten Zug wartete, dass er einen umherziehenden Bluesman
hörte, der Slide Guitar spielte und etwas sang über
"goin' where the Southern cross the Dog", was
sich auf die Kreuzung der "Southern and Yazoo"- und der "Mississippi Valley"-
Eisenbahnlinien weiter südlich bei Moorhead bezog. Handy
nannte es "the weirdest music I had ever heard" (die
eigenartigste/sonderbarste Musik, die ich je gehört habe).
Um 1909 ließ sich W.C. Handy in Memphis nieder, wo er
Pee Wee's Saloon an der Beale Street als sein
Hauptquartier benutzte. Seine größten Beiträge zum
Blues waren seine Kompositionen Memphis Blues,
St. LouisBlues (hier von Bessie Smith gesungen), Yellow Dog
Blues, und Beale Street Blues. Handy zog 1927 nach New
York City, wo er mit verschiedenen Orchestern spielte. Dort starb
er im Jahre 1958.
Handy wird heutzutage mit den jährlich von der "Blues Foundation" verliehenen "W.C. Handy Awards" geehrt, das Blues- Äquivalent zu den
Grammys.
In Memphis steht als Erinnerung an ihn im Schatten eines nach
ihm benannten Parks ein Standbild von W.C. Handy.
21.01.1888 - 06.12.1949 (guitar)
Leadbelly verließ als Jugendlicher sein Zuhause und wanderte durch Louisiana und West-Texas. Dort traf er den legendären Texas Bluesman Blind Lemon Jefferson. Er spielte viele Instrumente, spezialisierte sich dann aber auf die zwölfsaitige Gitarre. Er war nicht nur ein Blues-Sänger, sondern er sang viel Folk Music wie Goodnight Irene, The Midnight Special, Rock Island Line, Cotton Fields und Bring Me a Little Water, Sylvie. Leadbelly war mehrmals im Gefängnis. 1933 wurde er von John und Alan Lomax entdeckt, die ihn per Petition frei bekamen. Leadbelly ließ sich in New York City nieder, wo er mit Woody Guthrie, Pete Seeger und den schwarzen Bluesmen Sonny Terry and Brownie McGhee zusammenarbeitete. Er starb 1949 und wurde 1986 in die "Blues Foundation's Hall of Fame" und 1988 in die "Rock & Roll Hall of Fame' aufgenommen.
Fort Worth And Dallas Blues
1891 - 1934 (guitar)
Der Delta Blues Klang, den wir heute kennen, wurde kreiert von
Charley Patton, dem "Father of the Delta
Blues'. Geboren um 1891 in Edwards, MS, lebte und
arbeitete Patton auf der "Dockery's Plantation'
in der Nähe von Cleveland, MS. Hier entdeckte er die Liebe zur
Musik und begann, Gitarre zu spielen und im Land herumzuziehen.
Später war er Mentor von solchen Blueslegenden wie Willie
Brown, Tommy Johnson, Pops Staples und Howlin' Wolf. Und
die Blues-Größen Robert Johnson, Son House, Bukka White und viele andere gaben an, dass Patton sie am meisten
beeinflusst habe. Patton war in der Delta Region bis 1915 sehr
populär geworden. 1929 reiste er nach Richmond, Indiana, um
Pony Blues für das Paramount Label aufzunehmen. Weitere
Sessions folgten und kurz vor seinem Tod 1934 in Indianola, MS,
nahm er
Revenue Man Blues für die American Record
Company in New York City auf.
1893 - 1958 (guitar)
Bill wurde 1893 in Scott, MS, geboren und lernte zunächst Fiddle spielen. Im Alter von 14 zog er mit seiner Familie nach Arkansas. Er nahm am ersten Weltkrieg teil, und entschloss sich nach seiner Rückkehr, als Sänger und Gitarrenspieler seinen Lebensunterhalt zu verdienen. In den 20ern ging er nach Chicago, wo er in den 30ern einer der wichtigsten Künstler der Blues- Szene wurde. Als der elektrische Blues mit Muddy Waters populär wurde, trat er etwas in den Hintergrund, spielte aber seine Rolle als Folk-Bluesman erfolgreich weiter. 1940-44 spielte er zusammen mit Memphis Slim.
In den 50ern war er einer der ersten, die auf Europatourneen den Blues dort bekannt machten. Er war auch der erste Bluesman, der seine Biographie aufschreiben ließ ("Big Bill's Blues'). 1958 starb er an Kehlkopfkrebs.
EinTitel:
Speadin Snakes Blues
1893 - 1966 (guitar)
Mississippi John Hurt, war "beileibe keiner von der
teuflischen Art', es gab wahrscheinlich keinen Bluesman, den
man lieber haben konnte. Er wurde 1893 in Teoc, MS, und wohnte die
meiste Zeit seines Lebens im benachbarten Avalon. 1928 nahm er 13
Songs für das OKeh Label auf, u.a. Avalon Blues, Frankie,
Ain't No Tellin', Stack O' Lee Blues, Candy Man
Blues und Spike Driver Blues—eine Ballade, die er
1916 während eines kurzen Arbeitseinsatzes als
Eisenbahnarbeiter einübte. Hurt geriet in Vergessenheit bis zu
seiner Wiederentdeckung in den frühen 60ern, als er begann, in
Cafehäusern und auf Folk-Festivals zu spielen, z.B. von
1963 bis 1965 auf den Newport Folk Festivals. John Hurt starb 1966
in Grenada, MS.
1896 - 1956 (guitar)
Tommy Johnson war neben Charley Patton und Son House der einflussreichste Bluesman des Deltas in den 20ern und 30ern und formte den typischen Blues Sound mit. Er war ein besessener Bluesspieler und ein Showman bei seinen Auftritten. Besonders Howlin' Wolf nahm sich ihn zum Vorbild.
Johnson wurde 1886 in Terry im Süden geboren und wanderte
als Teenager nach Norden ins Delta, wo er Charley Patton und
seinen musikalischen Begleiter Willie Brown traf, mit denen
er zu spielen begann. Johnson nahm nur zwischen 1928 und 1930
Platten auf. Unter seinen vielen Songs, die Blues Standards
wurden, waren "Big Road Blues' und
"Canned Heat Blues'. Nach letzterem gab
sich die kalifornische Blues-Rock-Gruppe Canned Heat in den 60ern
ihren Namen. Johnson blieb sein ganzes Leben im Delta, verfiel dem
Alkohol und starb 1956.
1899 - 1970 (guitar)
Lonnie Johnson, geboren 1899 als Alonzo Johnson in New Orleans,
war ein Pionier des Jazz- und Blues- Gitarren- und Banjo-
Spiels. Er spielte in Cafes in New Orleans und reiste
schon 1917 nach Europa, wo er in Revues und Jazz-Orchestern
spielte. 1918 kehrte er nach New Orleans zurück, wo seine
ganze Familie außer einem Bruder inzwischen an einer
Grippeepedemie gestorben war. Die beiden zogen nach St.Louis, wo
sie in Riverboat Bands spielten. In den 20ern nahm er Platten u.a.
mit den Orchestern von Louis Armstrong und Duke
Ellington auf. In den 30ern zog er nach Cleveland und 1937 nach
Chicago. Er hatte 1948 seinen größten Hit
"Tomorrow Night'. Er tourte 1952 durch
England, arbeitete bis zu seiner Wiederentdeckung 1959
außerhalb des Musikgeschäfts. 1963 ging er mit dem
American Folk Blues Festival nach Europa, zog 1965 nach Toronto und
eröffnete einen eigenen Blues Club. Sein letzter
Auftritt war 1970 in der Massey Hall in Toronto.
Der britische Pionier der Skiffle Music Anthony Donegan änderte seinen Namen aus Bewunderung für sein großes Vorbild in Lonnie Donegan.
1902 -1988 (guitar)
1902 als Eddie James, Jr., in Riverton, MS, geboren, entwickelte
Son House seinen persönlichen Delta Stil mit intensivem
Gesang und heftigem Gitarrenspiel. House begann sein Erwachsenalter
als Baptisten Messdiener, und erst im Alter von 24 Jahren begann
er, Gitarre zu spielen. 1928 tötete er einen Mann und kam in
das berüchtigte Gefängnis "Parchman Farm'.
Als sich bald herausstellte, dass er in Notwehr gehandelt hatte,
wurde er wieder freigelassen. In den frühen 30ern spielte
House zusammen mit Charley Patton und Willie Brown und
während dieser Zeit nahm er Preachin' The Blues
bei Paramount auf. Alan Lomax nahm House 1941 für die
Library of Congress auf, und 1965, nach seiner
"Wiederentdeckung', nahm er das traurige Stück
Death Letter für CBS Records auf. Er starb 1988 in
Detroit.
1902 - 1969 (guitar)
Skip James spielte einen speziellen "Bentonia' Stil mit Falsettgesang und komplizierten Zupftechniken. Obwohl es nur wenige Aufnahmen von ihm gibt, beeinflusste er eine Reihe von Mississippi Bluesmen, u.a. Robert Johnson.
Er wurde 1902 in Yazoo City als Nehemiah Curtis James als
einziges Kind in eine religiöse Familie hinein geboren und
wuchs auf der Whitehead Plantation nahe Betonia auf. Er lernte
Gitarre von seinem Freund Henry Stuckey, mit dem er in den
20ern und 30ern zusammen bei Veranstaltungen auftrat. Aufgrund der
Wirtschaftskrise wurden seine Platten, die er in den 30ern bei
Paramount Records aufnahm, kaum verkauft, und er wandte sich
enttäuscht vom Blues ab. Er gründete in Dallas eine
Gospelgruppe, die bei den Predigten seines Vaters sang. Auch er
wurde Baptisten-Prediger. In den 40ern kehrte er nach Mississippi
zurück, arbeitete aber außerhalb des
Musikgeschäfts. 1964 wurde er wiederentdeckt, spielte beim
Newport Folk Festival und trat in Clubs, z.T. mit Mississippi
John Hurt, auf. James machte in den 60ern auch Aufnahmen
für das Vanguard Label. Seine 2 Alben, Skip James
Today! und Devil Got My Woman, zeigen James'
einzigartiges Falsetto und seinen melancholischen Gitarrenstil
(
Worried Blues). Sein Song "I'm So
Glad' wurde in der Aufnahme von "The
Cream' zum Millionenhit. James zog nach Philadelphia, wo
er 1969 an Krebs starb.
1903 - 1982 (guitar)
Er wurde 1903 in Crawford, MS, geboren und verließ als
Jugendlicher Mississippi, um durch den Süden zu wandern. Er
nahm Jobs an, um Geld für Essen zu haben, schlief in
Eisenbahnwagons und zog von Stadt zu Stadt, wo er den von
Charley Patton beeinflussten Country Blues spielte. 1935
unterschrieb er einen Plattenvertrag bei "Bluebird
Records'. Er war nicht nur Sänger sondern auch
Songwriter. Seine Hits waren
(Baby) Please Don't
Go (1935), der später von vielen Rock Gruppen
"gecovert" wurde, und Crawlin' King Snake
(1941). Während dieser Zeit spielte Williams mit vielen
prominenten Bluesmen, wie dem Harmonicaspieler John Lee
"Sonny Boy" Williamson, den Gitarristen Charley
Jordan and Robert Nighthawk und dem Pianisten Peetie
Wheatstraw. Williams blieb in den 50ern und 60ern ein
beachteter Folk-Bluesspieler. 1968 und 1972 tourte er mit dem
American Folk Blues Festival durch Europa. Auch in
den USA trat er auf vielen Festivals auf und hielt die Tradition
des Delta Blues hoch. Er stab 1982.
12.01.04 - 03.07.72 (guitar)
Fred McDowell wurde 1904 in Rosswell, TN, geboren und lebte in
Como, MS. Er war einer der letzten goßen Country
Bluesmen, ein Vertreter des traditionellen Delta Blues, dessen
Gitarrenstil auf Charley Patton und Son House zurückgeht. McDowell arbeitete entweder als Farmarbeiter auf
den Feldern oder er durchstreifte das Delta und spielte den Blues
auf Veranstaltungen. 1959 entdeckte ihn Alan Lomax und machte mit
ihm die ersten Aufnahmen. (u.a.
God Morning, Little Schoolgirl) In den 60ern trat er bei vielen Folk und
Blues Festivals auf und nahm viele Platten auf. Er beeinflusste Künstler
wie Bonnie Raitt und die Rolling Stones, die 1971
seinen Song You Gotta Move auf ihrer Sticky Fingers
LP herausbrachten. McDowell starb 1972 an Krebs. 1991 wurder er
in die "Blues Foundation's Hall of Fame"
aufgenommen.
24.08.05 - 28.03.74 (guitar)
Arthur Crudup wured 1905 in Forest, MS, geboren. Er sang zunächst in Gospel-Gruppen und im Kirchenchor. 1939 ging er nach Chicago und spielte Blues auf der Straße. Er wurde vom Bluesproduzenten Lester Melrose entdeckt und machte einen Plattenvertrag mit dem Bluebird Label. 1947 kehrte er nach Mississippi zurück, als er feststellte dass er von Melrose um Tantiemen betrogen wurde. In den 40ern und 50er nahm er Platten für RCA auf und ging mit Sonny Boy Williamson II und Elmore James auf Tourneen.
Crudup wird ewig in Erinnerung bleiben, weil Elvis 1954
bei Sun Records seinen Song
"That's All Right,
Mama" aufnahm, mit dem seine beispiellose Karriere
begann. Weitere Songs waren "Rock Me Mama',
"Mean Ol' Frisco" und "My Baby Left
Me", die auch vom Künstlern wie B.B. King, Big Mama
Thornton und Bobby "Blue" Bland gecovered
wurden. Nach einer Pause wurde er in den 60ern wiederentdeckt und
tourte durch die USA und Europa, bevor er 1974 starb.
05.09.1907 - 17.03.1985 (piano)
Er wurde als Albert Luandrew in Vance, MS, geboren. Er btrachte sich als Kind das Piano- und Orgelspiel selbst bei und verbrachte viele Jahre im Süden mit Spielen, bevor er sich 1942 in Chicago niederließ. Dort schaffte er sich einen guten Ruf zusammen mit älteren Musikern wie Lonnie Johnson, Tampa Red und Peter J. Clayton, aber auch jüngeren Blues Musikern wie Muddy Waters und Little Walter. Im Zusammenspiel mit diesen Künstlern setzte sein kraftvolles Pianospiel den Standard für den harten Electro-Sound des Chicago Blues der 50er Jahre. Er nahm Platten für viele wichige Labels auf wie Chess Records, Vee Jay Records und Cobra Records, aber auch für kleinere Labels, die solche klassischen Chicago Blues Stücke wie "Johnson Machine Gun", "Going Back To Memphis", "Highway 51" und
"Be Careful What You Vote".
1909 - 1977 (guitar)
Wie Son House und andere Delta Größen, genoss
Booker T. Washington "Bukka" White nicht die
Popularität, die er eigentlich verdiente bis zum Folk Music
Revival in den frühen 60ern. White wurde 1909 in Houston, MS, geboren
und kam in den späten 20ern unter den Einfluss von Charley
Patton. Er nahm die ersten Platten für das Victor Label in
Memphis auf, aber verdiente sein Geld als Baseballspieler und als
Preisboxer. White verbrauchte auch eine Zeit im Gefängnis
"Parchman Farm'—nachdem er 1937 einen Mann
erschossen hatte. Dort machte Alan Lomax Aufnahmen mit ihm, und
White setzte seine Musikkarriere nach seiner Entlassung 1940 fort,
indem er seine Erkennungsmelodie
"Fixin' To Die Blues" für das Vocalion Label in Chicago aufnahm.
1946 brachte er seinem Vetter B.B.King bei dessen Besuch in Memphis weitere Fertigkeiten des Gitarrespielens bei. Bukka White starb 1977 in Memphis.
1909 - 1992 (piano)
Er wurde als William Thomas Dupree in New Orleans geboren und
kam (wie auch Louis Armstrong) als Baby ins Waisenhaus nachdem
seine Eltern bei einem vom Ku-Klux-Klan gelegten Feuer umgekommen
waren. Dort lernte Piano-Spielen. Später spielte er auf der
Straße und in Bars. Um 1930 ging er nach Chicago und ein Jahr
später nach Detroit. Als Teilzeit-Job spielte er Piano,
während er in Indianapolis Karriere als Profi-Boxer
machte. Bis 1940 bestritt er über 100 Kämpfe. Dann nahm
er in Chicago als erstes Stück den Klassiker
Hurry Down
Sunshine auf. 1942 wurde er zur Navy eingezogen und kam in
japanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr
ließ er sich in New York nieder, wo er zeitweise als Koch
arbeitete und unter verschiedenen Labels Platten aufnahm.
1959 zog er erst nach Paris und dann nach Zürich. Später
wohnte er noch in Dänemark und England, bevor sich in den
70ern in Deutschland (Hannover) niederließ. Die ganze Zeit
veröffentlichte er zahlreiche Jazz und Blues Platten. 1990 und
91 spielte er auf dem "New Orleans Jazz & Heritage
Festival" und nahm die Alben Back Home in New Orleans
und Forever and Ever für "Bullseye Blues
Records" auf. 1991 spielte er auch auf dem "Chicago
Blues Festival'. Dupree starb 1992 in Hannover.
11.03.1897 - 25.05.1965 (harmonica)
Der Name "Sonny Boy Williamson" ist unzweifelhaft
verbunden mit der Blues Harmonica. Der original "Sonny
Boy" war John Lee Williamson (geb. 1914 in
Jackson,TN), der mit 18 nach Chicago ging, wo er u.a. mit Muddy
Waters spielte. Sonny Boy Williamson II war sein selbsternannter Nachfolger.
Sonny Boy II wurde 1897 (laut Grabstein, er nannte immer wieder andere Daten) in Glendora, MS, geboren als
Aleck "Rice" Miller. Er verbrachte seine frühen Jahre als Wandermusiker im Delta und spielte mit
Musikern wie Robert Johnson, Robert Jr. Lockwood,
Elmore James und Howlin' Wolf. Er ließ
sich 1941 in Helena, Arkansas, nieder, wo er und Lockwood sich regional bekannt machten mit einer täglichen, 15-minütigen Radio Show 'King Biscuit Time'.
1944 verließ er den Sender und tourte mit Elmore James und Arthur Crudup durch das Delta. 1948 machte er eine Radio Show bei KWEM in West Memphis, wo er B.B. King traf, dem er eine Arbeit verschaffte.
Bis 1951 hatte Williamson keine Platten aufgenommen bevor er zum Trumpet Label nach Jackson ging. 1955 ging er nach Milwaukee zu Checker Records (einer tochtergesellschaft von Chess), wo er
Don't Start Me Talkin', All My Love In Vain und Your Funeral My Trial aufnahm. Er tourt weiterhin durch das Delta, kam 1963 und 1964
mit dem American Folk Blues Festival nach Europa und kehrte 1965 nach Helena zurück, wo er am 25.Mai desselben Jahres starb. Begraben wurde er in der Nähe von Tutwiler,MS.
10.06.10 - 10.01.76 (harmonica, guitar)
Kurioserweise benannt nach einem amerikanischen Präsidenten
aus dem 19.Jahrhundert, bekam der junge Chester Arthur
Burnett den Spitznamen, der zu einem Synonym für die Kraft
des Blues werden sollte. Howlin' Wolf wurde 1910 in der
Nähe von West Point, MS, geboren und wurde in jungen Jahren
von Charley Patton, Willie Brown und Sonny Boy Williamson
2 beeinflusst. Nach dem 2.Weltkrieg zog er nach West Memphis,
Arkansas, und spielte am Ort mit einer Reihe von Bands. Wolf war
ursprünglich ein Harmonica-Spieler, fokussierte um 1950 aber
seine Bemühungen auf die elektrische Gitarre, und bald nahm er
in den Sun Studios von Sam Phillips in Memphis Schallplatten
auf. 1953 unterzeichnete er einen Plattenvertrag mit Chess Records,
wo er Spoonful, Little Red Rooster, Back Door Man, I Ain't
Superstitious,
Smokestack Lightnin' und Killing
Floor aufnahm. Wolf blieb als Blues Interpret und Komponist
während der 60er Jahre immer an der Spitze. Er starb 1976 in
der Nähe von Chicago.
08.05.11 - 16.08.38 (guitar)
Johnson wurde 1911 in Hazelhurst, MS, geboren und starb 1938
unter mysteriösen Umständen in Greenwood, MS. Nach dem
selbstgepflegten Mythos kam er durch einen Pakt mit dem
Teufel zu seinem grandiosen Gitarrenspiel. In kurzer Zeit
entwickelte er sich zu einem Meister der Gitarre, wahrscheinlich
beeinflusst von Charley Patton und Son House. Die
meiste Zeit war er auf Wanderschaft bzw. auf Reisen, nicht nur
durch das Delta sondern auch nach Memphis, St. Louis, Chicago,
Detroit, und sogar nach New York. 1936 und 1937 nahm er
solche unsterblichen Blues Klassiker auf wie I Believe
I'll Dust My Broom, Sweet Home Chicago, Come On
In My Kitchen,
Cross Road Blues, Traveling Riverside
Blues, Love In Vain, Hellhound, On My Trail,
Stones In My
Passway und Me And The Devil Blues.
04.04.15 - 30.04.83 (guitar)
Geboren als McKinley Morganfield in Rolling Fork, MS, im
Jahr 1915, war Muddy Waters der erste der großen Chicago
Bluesmen. Aufgewachsen bei seiner Großmutter auf
der "Stovall Plantation" nahe Clarksdale, MS, begann
Waters' professionelle Karriere, als der Folk Music Forscher
Alan Lomax 1941 mit ihm Platten für die Library of
Congress (Kongressbibliothek) aufnahm. Zwei Jahre
später ging er nach Chicago, wo er der Pionier des
elektrischen Blues wurde. Seine ersten Hits waren 1948 I
Can't Be Satisfied und Feel Like Going Home,
gefolgt von Long Distance Call, Mannish Boy, Got My Mojo
Workin',
Hoochie Coochie Man, I Just Want To Make Love To
You undI'm Ready, alles bemerkenswerte Blues
Klassiker. Muddy Waters starb 1983 in Chicago.
Die Rolling Stones gaben sich ihren Namen nach dem Song von Muddy Waters Like A Rolling Stone. Auf dem Ortsschild von Rolling Fork steht: Home of McKinley Morganfield - "Muddy Waters'
28.06.15 - (guitar)
Honeyboy wurde 1915 in Shaw, Mississippi, geboren. Er lernte Gitarrespielen von seinem Vater, Henry Edwards, und von seinen Freunden. Mit 14 ging er mit seinem Mentor, dem Gitarren-Meister Big Joe Williams auf Wanderschaft.
In den 30ern spielte Honeyboy an Straßenecken, auf Flussschiffen und House Parties mit den legendären Blues Künstlern Big Walter Horton, Charley Patton, Son House, Tommy Johnson, Robert Lockwood Jr., Robert Johnson und vielen mehr.
Er zog nach Memphis, wo er in Kontakt mit vielen weiteren Blues Musikern kam. Er spielte regelmäßig im Handy Park mit der Memphis Jug Band, Memphis Slim, Roosevelt Sykes und den Blues Harp Spielern Big Walter Horton and Little Walter Jacobs.
Honeyboy begann mit Plattenaufnahmen im Jahre 1942, als er 15 Stücke für Alan Lomax (Library of Congress) auf der Stovall Plantation in Mississippi einspielte (z.B.
Roamin' and Ramblin' Blues). Honeyboy machte in den späten 40ern Aufnahmen mit verschiedenen Labels in Texas, und nahm in den 50ern für Sam Phillips' Sun Records in Memphis “Dust My Broom” auf.
1953 zog Honeyboy nach Chicago, wo er Plattenaufnahmen bei Chess Records machte und als einer der besten Gitarristen der Stadt anerkannt wurde. Honeyboy spielte in Clubs mit Willie Dixon, Muddy Waters, Otis Spann, Sunnyland Slim, Howlin' Wolf und vielen weiteren Blues Ikonen.
Honeyboy tourte durch die ganze Welt, als Solist und mit Bands. Honeyboy's Stil wurzelt noch immer fest im Mississippi Delta.
1992 gab sein Plattenlabel Earwig eine Sammlung von Stücken von 1942 bis 1991 heraus: "Delta Blueman", und 1998 veröffentlichte Honeyboy seine Autobiographie und ein Album unter dem gleichen Titel "The World Don’t Owe Me Nothing", eine Retrospektive auf seine Laufbahn als legendärer Bluesman seit über 6 Jahrzehnten. Ende Februar 2003 führte ihn seine letzte Tournee auch nach Hildesheim, wo ich seinem virtuosen Gitarrenspiel zuhören konnte.
01.07.15 - 30.01.92 base (guitar)
Er war der Blues . . . und er war sicherlich einer der wichtigsten Figuren in der Nachkriegs-Szene von Chicago. Was Willie Dixon von den meisten anderen Delta Bluesmen seiner Tage unterschied, war seine Fähigkeit Musik zu lesen, zu schreiben, zu komponieren und zu arrangieren—Talente, die ihm zu einem legendären Status unter den Blues Musikern verhalf.
Dixon wurde 1915 in Vicksburg, MS, geboren und wurde als Kind von seiner Mutter beeinflusst—einer religiösen Poetin—und von der lokalen Gospel Szene. Aber es war das Boxen, nicht die Musik, wodurch Dixon 1936 nach Chicago kam. Er war ein Berufsboxer am Start seiner Karriere und machte einige Sparringskämpfe mit dem großen Joe Louis. 1948 spielte Dixon Bassgitarre mit zahlreichen Chicagoer Bands, als er einen Vertrag mit Chess Records unterschrieb, wo er hauptsächlich als Songwriter arbeitete, aber auch als Studio- Musiker, Produzent und Talentsucher.
Außer für eine kurze Zeit in den späten 50ern
bei Cobra Records, blieb Dixon bis in die 60er bei Chess, wo er
solche bekannten Blues- Stücke schuf wie Hoochie Coochie
Man, I Just Want To Make Love To You, Evil, Spoonful, I Ain't
Superstitious, Little Red Rooster, Back Door Man, I Can't
Quit You Baby,
You Shook Me, The Seventh Son und
Wang Dang Doodle. 1992 starb Dixon in Burbank,
California.
03.09.15 - 24.02.88 (piano)
Memphis Slim war ein wichtiger Blues Pianist und Komponist, dessen Aufnahmen aus den 40ern halfen, den Chicago "Bluebird" Sound der 30er mit dem der Nachkriegszeit zu verbinden Geboren 1915 als John Chatman (Peter Chatman) in Memphis, trieb er sich als Jugendlicher viel in der Beale Street herum und hörte sich die Pianospieler an. Er lebte einige Zeit in Helena, Arkansas, bevor 1939 nach Chicago ging, wo er im selben Jahr seine erste Platte unter dem Namen seine Vaters Peter Chatman aufnahm. 1940 nahm er unter seinem Künstlernamen Memphis Slim "Beer Drinking Woman" für "Bluebird Records" auf. Später im gleichen Jahr begann er, zusammen mit Big Bill Broonzy zu spielen, dessen Pianist gestorben war. 1944 bildete er eine eigene 7-köpfige Band "The House Rockers', die er 1946 in "Memphis Slim and His Solid Band" umbenannte. In den 40ern und 50ern machte er Aufnahmen mit den unterschiedlichsten Plattenfirmen als Solist und mit solchen Künstlern wie Willie Dixon und Sonny Boy Williamson (Rice Miller). Nach einer Europatournee mit Dixon 1960, beschloss er, sich dort niederzulassen. Er zog 1962 nach Paris, wo er häufig auftrat und weiter Platten veröffentlichte. Er machte regelmäßig Tourneen durch Europa. 1988 starb er in Paris.
Ein Titel:
Baby Please Come Home
06.04.17 - 08.12.81 (harmonica)
Walter Horton wurde 1918 in Horn Lake, MS, südlich von Memphis geboren. Er war auch bekannt als "Big Walter", "Shakey" und "Mumbles". Horton brachte sich nach eigenen Angaben mit 5 Jahren das Harmonicaspiel selbst bei.
"Walking By Myself" (mit Jimmy Rodgers)
27.01.18 - 24.05.63 (guitar)
Wenn es eine einzige Verbindung geben kann zwischen dem Delta
Stil von Robert Johnson und den modernen Arbeiten von Duane Allman,
Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter und Eric Clapton, würde sie
aus der Person von Elmore James bestehen. James war ein
Schüler von Robert Johnson, aber mit dem Aufkommen der
elektrischen Gitarre hat er den Sound völlig neu erschaffen.
1918 in Richland, MS, geboren, nannte James aber auch Sonny Boy
Williamson II als seinen Mentor. Nach seiner Heimkehr aus dem
2.Weltkrieg spielte er mit einigen Bands, die elektrische
Instrumente benutzten, und wie Sonny Boy 2, nahm er Platten
für Trumpet Records auf - Dust My Broom - bevor er 1952
nach Chicago ging. Er machte Aufnahmen bei Chess, hatte aber seinen
größten Erfolg bei Fire Records in New York mit
The
Sky Is Crying , Shake Your Moneymaker, It Hurts Me Too, und
Done Somebody Wrong. James starb auf der Höhe
seiner Karriere 1963 in Chicago.
19.12.18 - 30.01.80 (piano)
1918 in Bogalosa als Henry Roeland Byrd geboren, aber den meisten Bewohnern von New Orleans nur als "Fess' bekannt, begann Professor Longhair in den 30ern seine musikalische Laufbahn als Straßen-Unterhalter in New Orleans. In den 40ern spielte er Piano in kleinen Combos. 1949 arbeitete er in Dave Bartholomew's Big Band, und dann begann eine Serie von Aufnahmen für verschiedene Labels wie Star Talent, Mercury, und Atlantic. In den nächsten 20 Jahren blieb er am Rande der New Orleans Szene und musste nebenbei Geld als Tagelöhner verdienen. 1971 kam sein Come Back beim New Orleans Jazz & Heritage Festival. Ein Gruppe von Studenten interessierte sich für seine Musik mit einer Mischung aus Calypso, Rhumba Rythmen, Boogie-Woogie und Street-Parade Music. Sie wurde die Basis für junge neue Gruppen wie die Neville Brothers und die Radiators, die ihre Musik als Fortsetzung der "guten alten New Orleans Zeit" verstanden. Als Longhair 1980 starb, war er der populärste und geehrteste Musiker in New Orleans.
Ein Titel:
Bald Head
22.08.1917 - 21.06.2001 (guitar)
Wenn Elmore James ein Kettenglied zur späteren Rockmusik ist, dann ist John Lee Hooker der Anker. Mit der Veröffentlichung seines 1989er Albums "Chill Out' verbreiterte und vertiefte Hooker den Blues, indem er solche "crossover" Künstler willkommen hieß wie Canned Heat, Carlos Santana, Van Morrison, Bonnie Raitt und George Thorogood.
John Lee Hooker wurde am 17.08.1920 in Clarksdale, MS, geboren
und sang als Kind Gospel-Musik, bevor er nach Memphis zog, wo er
sein Geld als Theater-Platzanweiser und Straßenmusikant
verdiente. 1943 ging er nach Detroit, wo er praktisch in die
Blueswelt hineinstolperte, und zwar mit seinem Hit von 1948
Boogie Chillen. Bald folgten Crawlin'
Kingsnake und
I'm In The Mood, und 1962, Boom,
Boom. Für das erfolgreiche Album, The Healer, bekam
er 1992 einen Grammy Award. John Lee Hooker starb am
21.06.2001 nachts im Schlaf zu Hause in Los Altos bei San Francisco
im Alter von fast 84 Jahren.
29.01.1923 - 25.12.1985 (guitar)
Eddie wurde in Benoit, MS, geboren und lebte und arbeitete mit seiner Mutter auf einer Farm. Mit 13 bekam er seine erste Gitarre und brachte sich das Spielen selbst bei. Inspiriert wurde er durch Charley Patton, Son House und Robert Johnson. Er spielte auf örtlichen Veranstaltungen uns in Clubs. Er brachte seinem Freund Jimmy Reed das Gitarrespielen bei
"Big Town Playboy". Trotz dieses Erfolgs machte er nur sporadisch weitere Aufnahmen. Taylor spielte als Begleitung von John Lee Hooker und Sunnyland Slim. 1968 schloss er sich Hooker und Reed zu einer erfolgreichen Europatournee an. 1972 nahm Taylor "I Feel So Bad" auf, und auf einer 2. Europatour "Ready For Eddie". Eddie Taylor war nie ein 'Self-Promoter', und von ihm wurden wahrscheinlich nach seinem Tod mehr Platten verkauft als zu seinen Lebzeiten. Er starb am 1. Weihnachtstag 1985. Sein Sohn Edward veröffentlichte 1998 ein Tribute Album.
16.09.25 - (guitar) BBKing.com | WorldBlues.com
"The King of The Blues Guitar", "the Ambassador", the "Elder Statesman".
B.B. King, der populärste Bluesman überhaupt, hat dem Blues seinen Platz in der
westlichen Popkultur verschafft. Seine gefühlvolle Interpretation des zeitlosen Klassikers
The Thrill Is
Gone bleibt der Bluesklang mit dem höchsten Wiedererkennungswert der Welt.
B.B. King wurde 1925 als Riley B.King in der Nähe von Indianola, MS, geboren. Seine Eltern waren hart arbeitende Farmpächter und auch Gospelsänger, sein Großvater war Gitarrist. Riley arbeitete auf der Plantage und kam durch den Gospelgesang zur Musik.
Der Pfarrer spielte Gitarre, so dass er durch ihn und seinen Vetter Bukka White das Gitarrenspiel kernte.
1946 besuchte er Bukka in Memphis, um weiter zu lernen, bevor er 1948 ganz dorthin zog. Er traf dort Sonny Boy Williamson II, der in West Memphis eine Radiosendung machte. Dieser verschaffte ihm Auftritte in örtlichen Clubs. 1949 bekam er dann seine eigene Radio Show bei WDIA, wo er den Namen Blues Boy (B.B.) King annahm.
Seine Plattenkarriere begann ernsthaft 1950 bei RPM Records der Bihari Brüder. Seinem ersten Hit, Three O'Clock Blues, folgten bald eine Reihe von Bestsellern, einschließlich You Know I Love You, Everyday I Have The Blues,
When Love Comes To Town und Sweet Little Angel. In den 50ern tourte er mit seiner eigenen Band durch die ganze USA und später auch durch Europa und die übrige Welt.
The Thrill Is Gone von 1970 katapultierte ihn hinauf zu internationalem Starruhm. Am 16.
September 2005 feierte er seinen 80. Geburtstag.
Am 1.7.2005 gab B.B.King auf seiner Abschiedstournee ein Konzert in Hannover, das auch Volkhard besuchte.
Im Oktober 2008 wurde in seiner Geburtstadt Indianola das B.B.King Museum eröffnet.
24.04.23 - 1992 (guitar)
B.B. King war nicht die einzige Blueslegende aus Indianola, MS;
er war nicht einmal die einzige Blueslegende, die den Namen
"King" trug. Zwei Jahre zuvor wurde dort 1923 Albert
King geboren (unter dem Namen Albert Nelson), und obwohl
Indianola nur 2.000 Einwohner hatte, waren die beiden Kings nicht
verwandt. Albert King wuchs mit dem Gospel Sound auf und spielte im
der Delta Blues Gegend bis in die späten 50er Jahre bevor er
seine musikalische Heimat in St. Louis fand. Dort hatte er den Hit
Don't Throw Your Love On Me So Strong, dann ging er
nach Memphis zu Stax Records, wo er Laundromat Blues, Crosscut
Saw, Down Don't Bother Me und den Klassiker
Born Under
A Bad Sign. aufnahm. King's Karriere führte
ihn auch auf Rock- und Klassikbühnen. Er spielte im
"Fillmore West" in San Francisco mit John Mayall
und Jimi Hendrix, und 1969 trat er mit dem St.Louis Symphony
Orchestra auf. Albert King starb 1992 in Memphis.
03.06.24 - 19.12.97 (guitar)
1924 als James A. Lane in Ruleville geboren, nahm er den
Namen eines Großvaters an. Er verbrachte seine Kindheit in
Atlanta.
1932-40: Nach dem Umzug nach Minter City, MS, lernte er erst
Harmonica und dann Gitarre.
1941-44: Er lebte einige Zeit in St.Louis, wo er sich
Sunnyland Slim, Roosevelt Sykes und Walter Davis
anschloss.
1945/48: Er ging nach Chicago und trat mit vielen Bluesleuten
auf, 1948 auch mit Muddy Waters.
1950-60: Er wurde zum verlässlichsten Stammspieler in der
Band von Muddy Waters, verfolgte aber auch seine eigene Richtung
mit Aufnahmen wie "Left Me with a Broken Heart'(53),
"Chicago Bound",
"Sloopy Drunk"(54),
"Walking By Myself'(56) und "Rock This
House'(58).
1961-69: Er verließ die Musikszene, um als
Taxifahrer Geld für seine Familie zu verdienen.
1970-79: Er trat ab und zu in Chicago wieder auf, allerdings
hatte sich der Musikstil dort inzwischen geändert. Er machte
einige Tourneen durch Europa mit dem American Folk Blues Festival (72).
1980-97: Er erfuhr wieder mehr Anerkennung als unzweifelhafter
Meister des Chicago Blues, mehr in Europa als in den USA. Ich
besuchte 1996 ein Konzert in Hildesheim. Er starb 1997.
06.09.25 - 29.08.76 (guitar)
Jimmy Reed lernte Gitarre von seinem Freund Eddie Taylor. Er zog 1943 nach Chicago, wurde dann aber zur Navy eingezogen. Nach dem Krieg spielte er mit Eddie in kleinen Clubs in Chicago und Gary, Indiana.
Jimmy Reed war einer der einflussreichsten Bluesmen der
Nachkriegszeit. Er spielte den "Laid-Back" Blues
und hatte eine große Wirkung auf Rockgruppen, besonders die
Rolling Stones. Zwischen 1955 und 1961 hatte er Hits in den
R&B Charts und in den Pop Charts. Bekannte Songs waren You
Don't Have to Go,
Ain't That Lovin' You Baby,You
Got Me Dizzy, Honest I Do, Baby, What Do You Want Me To
Do, Big Boss Man, Bright Lights Big City.
In den 60ern und 70ern tourte er durch England, wo er durch die Coverversionen der Stones sehr populär war. Er starb 1976 und wurde 1980 in die "Blues Foundation's Hall of Fame" und 1980 in die "Rock & Roll Hall of Fame" aufgenommen.
18.10.26 (guitar)
Chuck (Charles) Berry war ein Rhythm'n'Blues Spieler
aus St.Louis, beeinflusst vom Jazz und dem Blues von Muddy
Waters und Howlin' Wolf. Er war neben Elvis der
wichtigste Mann des Rock'n'Roll mit großem
Einfluss auf die spätere Pop- und Rockmusik. U.a. die
Beatles, Rolling Stones, Animals und Yardbirds
spielten in ihrer Anfangszeit Lieder von Chuck Berry. In seinen
Songs, die er selbst schrieb, ging es hauptsächlich um
Alltagsprobleme, was beim Publikum ankam. 1955 hatte er seinen
ersten Hit "Maybeline', aufgenommen in den
Chess-Studios in Chicago, die mit dieser Musik auch das weiße
Publikum erreichen wollten. Das gelang auch, zumal der
Radiomoderator Alan Freed als Co-Autor geführt wurde
und der Song damit häufiger in weißen Radiostationen
gespielt wurde. Weitere Hits waren: "Sweet Little
Sixteen",
"Johnny B. Goode" und
"Roll Over Beethoven". Die Rollings Stones
nahmen 1961 als erste Platte den Chuck Berry Song Come
On auf. 1969 schaffte Berry ein Comeback, und mit
"My Ding-A-Ling' gelang ihm 1972 ein
Millionenhit. Er investierte sein Geld in einen
Vergnügungspark. Er musste zweimal ins Gefängnis, u.a.
wegen Steuerhinterziehung.
1928 (piano)
Antoine "Fats" Domino wurde in New Orleans am 26. February 1928 geboren. Mit 7 Jahren lernte er Pianospielen von seinem wesentlich älteren Stiefbruder Harrison Verrett. Sein Pianospiel war beeinflusst von Boogie Woogie Pianisten wie Albert Ammons und Meade Lux Lewis. Seine erste Schallplatte war 1949 "The Fat man', und wurde ein R & B Hit. Aus seiner Zusammenarbeit mit dem Bandleader Dave Bartholomew resultierte eine nahezu endlose Kette vom R & B und Top 100 Hit Platten. Er spielte auch das Piano in dem millionenmal verkauften Hit von Lloyd Price "Lawdy miss clawdy'.
Fats trat in 4 Rock & Roll Filmen auf, "The
girl can't help it”, "Shake rattle and
rock', "Jamboree' und"The Big
beat'. 1955, mit dem Aufkommen des Rock & Roll, wurde
Fats auch bei dem weißen Publikum populär, beginnend mit
"Ain't that a shame". Fats
unterzeichnete einen Vertrag mit ABC-Paramount, wo er einige
Hits hatte. Später, 1965, machte er ein sehr gutes Live Album
mit MERCURY und ein paar Alben mit REPRISE und SONET.
30.12.28 - 02.06.08 (guitar)
Bo Diddley hatte seine größten Erfolge in den R&B
Charts in den 50ern und frühen 60ern. Ab 1953 wurde diese
unter weißen Jugendlichen beliebte Musik dann auch
Rock'n'Roll genannt. Diddley hatte
großen Einfluss auf alle, die ihm folgten. Er wurde
1928 in McComb, MS, als Otha Ellas Bates McDaniel geboren;
er war von der Kusine seiner Mutter, Gussie McDaniel, und einem
Mann namens Bates adoptiert worden. Die Familie zog nach Chicago
als Ellas fünf Jahre alt war. Als Kind lernte er Violine
spielen. Gitarre brachte er sich selbst bei und spielte in der
Schulband mit. Er spielte außerdem Trombone im Kirchenchor. 5
Jahre war er Bandleader einer 3-Mann Washboard Band. 1955 nahm er
die ersten Platten für die Checker und Chess Labels auf.
Die meisten seiner Hits waren in den R&B charts: Diddley
Daddy, der doppelseitige Hit
Bo Diddley / I'm A
Man, You Can't Judge A Book By The Cover, Say Man
und Road Runner. Weitere Hits waren Who Do You Love, Before You Accuse Me, und Mona.Seine Popularität dauerte bis 1962,
dann ein Comeback mit Ooh Baby 1967. Er war zusätzlich
als Songwriter tätig. Er war der erste, der mit
Verzerrer-Effekten und Echohall auf seiner Elektrogitarre
experimentierte, was später u.a. von Jimi Hendrix, den
Rolling Stones, den Who und Creedence Clearwater
Revival übernommen wurde. Außerhalb der USA wurde er
bekannt durch seine "London Sessions" mit englischen
Rockmusikern. Bo Diddley nannte sich nach einer einsaitigen
afrikanischen Gitarre. Er spielte gewöhnlich eine
Gitarre mit kastenförmigem Körper. Er wurde 1987 in
die "Rock-and-Roll Hall Of Fame" und 2004 auch in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen.
1998 bekam er einen Ehren-Grammy für sein Lebenswerk. Er starb am 2.Juni 2008 in seinem Haus in Archer, FL, an Herzversagen.
05.03.29 - 29.04.67 (guitar)
J.B. Lenoir (oder auch JB/KB Lenore) wurde 1929 in Monticello, MS, geboren. Schon als 8-Jähriger konnte er Gitarre und Mundharmonika spielen. Als Jugendlicher arbeitete er auf den Feldern. 1945 ging er nach New Orleans, wo er mit Sonny Boy Williamson (Alex Miller) und mit Elmore James im "New York Inn" in New Orleans spielte. 1949 zog Lenoir nach Chicago und begann, in örtlichen Clubs aufzutreten, zusammen mit Blues Größen wie Memphis Minnnie, Big Bill Broonzy und Muddy Waters. 1950 gründete er eine eigene Band mit dem Pianisten Sunnyland Slim und dem Drummer Alfred Wallace. Er machte Plattenaufnahmen für verschiedene Labels in Chicago, wie Chess, JOB, Parrot und Checker. In den 60ern tourte Lenoir durch Europa und trat 1965 mit dem American Folk Blues Festival in England auf.
1966 wurde Lenoir bei einem Autounfall verletzt. 1967 starb er an einem Herzinfarkt in Urbana, IL, und wurde in Monticello, MS, begraben.
Hier einige seiner Songs, die von poetischer Begabung und
teilweise auch von sozialem und politischen Engagement zeugen:
Carrie Lee (mit Sunnyland Slim, Piano, 1951), Korea Blues
(51), How Much More (52), Eisenhower Blues (54), Natural Man (55),
Don't Dog Your Woman, Don't Touch My Head (56), Alabama
Blues (62), Everybody Crying About Vietnam (65).
21.03.30 - 24.04.70 (piano)
Er war allseits bekannt als der Pianospieler der legendären Muddy Waters Band in Chicago. Er hatte sich das Pianospiel selbst beigebracht und spielte zunächst in der Kirche seines Vaters in Mississippi. Nebenbei spielte er noch Fußball und boxte. 1946-51 diente er bei der Army, dann ließ er sich in Chicago nieder und begann, in Blues Clubs zu spielen. 1953 schloss er sich der Muddy Waters Band an, wo sein Spiel ein integraler Bestandteil des rockigen Sounds der Band wurde. Nebenbei wurde er Haus-Pianist bei "Chess Records', wo er auch Platten mit Muddy Waters, Howlin' Wolf, Little Walter und anderen Künstlern aufnahm.
1960 begann Spann seine Solokarriere mit dem Album Otis Spann
It's the Blues. Viele andere Alben auf diversen Labels
folgten, u.a. The Blues Never Die (64) (es enthält das
Stück
I Got A Feeling). Er tourte einige Male durch
Europa und trat bei allen großen Festivals in den USA auf.
1970, auf dem Höhepunkt seiner Karriere starb er mit 40 Jahren
an Krebs
1934 - (guitar)
1934 in Philadelphia, MS, geboren, lernte als Jugendlicher
Harmonica und die Grundzüge der Gitarre. 1948 zog er nach
Chicago, wo er von Muddy Waters und Howlin'
Wolf inspiriert wurde, ernsthaft Blues Gitarre zu spielen.
Willie Dixon vermittelte ihm 1956 einen Vertrag mit
"Cobra Records', wo er seine erste Single, eine
wundervoll gespielte Neuauflage von Dixon's "I
Can't Quit You, Baby' veröffentlichte.
Später nahm Led Zeppelin eine Coverversion davon auf
ihr erstes Album. Weitere Stücke, wie "All Your
Love', "Double Trouble' und
"Groaning the Blues' folgten und bestimmten
seinen West Side Blues Sound. Als Cobra sich auflöste,
hatte Rush sehr viel Pech mit anderen Plattenfirmen und neuen
Aufnahmen, hörte in den 80ern sogar einige Zeit ganz auf zu
spielen und versuchte dann außerhalb Chicagos ein Comeback.
1994 veröffentlichte er
Ain't Enough Comin In.
09.12.34 - 15.01.98 (harmonica)
Junior Wells wurde als Amos Blakemore in Memphis geboren. Seine Eltern waren Farmer in Arkansas. Junior entwickelte früh Interesse an Musik, beeinflusst durch Howlin Wolf, B.B. King und Big Walter. Junior bekam ersten Harmonica Unterricht von Junior Parker, seinem Nachbarn, und brachte sich das meiste selbst bei. Er spielt auf der Straße, und im Alter von 12 zog er mit seiner Mutter nach Chicago.
Hoodoo Man. Er wurde unterstützt durch Freunde wie Elmore James, Muddy Waters, Willie Dixon und Otis Spann.
1936 (guitar)
Buddy Guy wird allgemein als würdiger Nachfolger von
B.B. King angesehen. 1936 in in Lettsworth, Louisiana, geboren,
war Buddy ein relativer Spätankömmling in der Chicago
Blues Szene. Er begann 1960 seine Karriere als Session Gitarrist
bei Chess Records, wo er 1962 Stone Crazy aufnahm. 1967
begann Buddy eine lang andauernde Arbeits-Beziehung mit Junior
Wells bei Vanguard. Dann, bei Silvertone, hatte Buddy sich als
Bluesman der 90er Jahre etabliert, mit seinen Bestseller Alben
Damn Right, I've Got The Blues (
Sit And Cry),
Feels Like Rain und Slippin' In. Buddy
ist Eigentümer des Blues Clubs "Legends" in
Chicago und geht noch oft auf Tour.
08.01.35 - 16.08.77
Elvis Presley gehört eigentlich nicht in diese Reihe, aber,
wie viele weiße Jugendliche nach dem Krieg begeisterte er
sich für die Musik der Schwarzen. Elvis war Lastwagenfahrer in
Memphis und sein Hobby war das Spiel auf seiner
2,50-Dollar-Gitarre, mit der er die Lieder der Bluessänger der
Umgebung nachspielte. Eines Tages ging er in das "Sun
Records' Plattenstudio in Memphis, um ein Lied zum
Geburtstag seiner Mutter aufnehmen zu lassen. Es war das Stück
"My Happiness', ein aktueller Blueshit. Der
Sun-Inhaber Sam Phillips entdeckte Elvis als Talent und nahm
ihn unter Vertrag. Er produzierte die Platte
"That's All Right, Mama", ein Blues von
Arthur Crudup, und "Blue Moon of Kentucky',
für die 1954 sofort 5000 Bestellungen eingingen. Elvis
tingelte mit seinen Liedern durch die Lokale der Umgebung. Die aus
dem Blues entwickelte Musik wurde auch "Rockabilly'
genannt und war die Südstaaten-Stilrichtung des
Rock'n'Roll. Elvis wurde der bekannteste Sänger
der Rock'n'Roll - Zeit, der "King of
Rock'n'Roll'. Er wurde das erste große
Idol der Jugend, und seine Musik und seine Auftritte
löste die erste Teenager-Hysterie (kreischende Mädchen,
wie später bei den Beatles) aus. Der Grund waren seine Stimme
und seine Bewegungen (Kreisen mit den Hüften), die sowohl
erotisch als auch wild wirkten. 1956 kaufte die große
Plattenfirma RCA den Vertrag von Sun für 35000 Dollar und
brachte den Titel "Heartbreak Hotel' heraus.
Damit trat Elvis in der "Tommy and Jimmy Dorsey Stage
Show" auf. 1,5 Millionen Platten von diesem Titel wurden
sofort verkauft, 8 Millionen in weiteren 6 Monaten. Elvis entfernte
sich vom Rockabilly und sang nun vermehrt kommerzielle
Liebeslieder. RCA warf nun 7 Singles gleichzeitig auf den Markt.
Elvis drehte seinen ersten Film "Love Me
Tender'. Während seiner Militärzeit sorgte sein
Manager Tom Parker dafür, dass Elvis in den
Schlagzeilen blieb. Danach trat er aber nicht mehr auf,
igelte sich in seiner Villa ein und machte nur noch Filme. 1969
hatte er dann ein glänzendes Comeback, bei dem er an die alten
Erfolge anknüpfte. Nach seiner gescheiterten Ehe, die von
1967-1973 dauerte, ging es mit ihm bergab und er wurde
tablettensüchtig. 1977 starb er im Badezimmer seiner Villa
"Graceland" in Memphis.
| Quellen:(Links) | Quellen:(Bücher)
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