Die wichtigsten Blues Musiker vom Mississippi

Kurzbiografien zusammengestellt von Volkh@rd Giese (Quellen)

Einleitung

Der Blues entstand Ende des 19.Jahrhunderts auf den Baumwollfeldern des Südens der USA. Die Keimzelle war wahrscheinlich das Mississipi Blues Delta, so wird die Gegend zwischen Mississippi und Yazoo River südlich von Memphis genannt.

Viele Bluesmen zogen nach Chicago, wo aus dem Country Blues mit Hilfe der Elektrogitarre später der Rhythm'n'Blues und der Rock'n'Roll wurde. Im Süden entwickelte sich der Rockabilly, Boogie Woogie und Jazz. (Siehe auch Blues Story von John Meekings.)

Übersicht

Eine Auswahl von wichtigen Blues Musikern vom Mississippi mit ihren Kurzbiografien:

(Weitere Blues Musiker aus Texas, Louisiana, Arkansas, Alabama und Georgia sind hier nicht berücksichtigt.
LA = Louisiana, AL = Alabama, TN = Tennessee, sonst Mississippi. Die Geburtsdaten und - Orte werden in den verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben! )

(x) Link auf Trail of the Hellhound: Delta Blues in the Lower Mississippi Valley (US Link: Englisch)
(w) Link auf Wikipedia (US Link: Englisch) - Bluesmusiker in Wikipedia

W.C. Handy

1873 - 1958

Florence, AL

Jim Jackson (x)1884 - 1937Hernando

Leadbelly

1888 - 1949

Shiloh, LA

Papa Charlie Jackson (w)1890 - 1938New Orleans, LA

Charley Patton

1891 - 1934

Edwards

Big Bill Broonzy

1893 - 1958

Scott

"Mississippi" John Hurt

1893 - 1966

Teoc

Tommy Johnson

1896 - 1956

Terry

Rev. Robert Timothy Wilkins (x)1896 - 1987Hernando

Sonny Boy Williamson II

1897 - 1965

Glendora

Lonnie Johnson

1899 - 1970

New Orleans, LA

Son House

1902 - 1988

Riverton

Skip James

1902 - 1969

Bentonia

Big Joe Williams

1903 - 1982

Crawford

Walter "Furry" Lewis (x)1899 - 1981Greenwood

Fred McDowell

1904 - 1972

Rossville, TN

Arthur Crudup

1905 - 1974

Forest

Sunnyland Slim

1907 - 1995

Vance

Bukka White

1909 - 1977

Houston

Robert Nighthawk (x)1909 - 1967Helena, AR

Champion Jack Dupree

23.07.09 - 21.01.92

New Orleans, LA

Howlin' Wolf

10.06.10 - 10.01.76

West Point

Robert Johnson

08.05.11 - 16.08.38

Hazlehurst

Muddy Waters

04.04.15 - 30.04.83

Rolling Fork

David "Honeyboy" Edwards

28.06.15 -

Shaw

Willie Dixon

01.07.15 - 29.01.92

Vicksburg

Memphis Slim

03.09.15 - 24.02.88

Memphis, TN

Walter "Shakey" Horton

06.04.17 - 08.12.81

Horn Lake

Elmore James

27.01.18 - 24.05.63

Richland near Jackson

Professor Longhair

19.12.18 - 30.01.80

Bogalusa, LA

John Lee Hooker

17.08.20 - 21.06.01

Clarksdale

Joe Willie Wilkins (x)07.01.21 - 28.03.79Davenport/Bobo

Eddie Taylor

29.01.23 - 25.12.85

Benoit

Albert King

23.04.23 - 21.12.92

Indianola:

Jimmy Rodgers

03.06.24 - 19.12.97

Ruleville

Jimmy Reed

06.09.25 - 29.08.76

Dunleith

B.B. King

16.09.25

Indianola

Chuck Berry

18.10.26

St.Louis, Missouri

Fats Domino

26.02.28

New Orleans

Bo Diddley

30.12.28 - 02.06.08

McComb

J.B. Lenoir

05.03.29 - 29.04.67

Monticello

Otis Spann

21.03.30 - 24.04.70

Jackson

Otis Rush

29.04.34

Philadelphia

Junior Wells

09.12.34 - 15.01.98

Memphis, TN

Buddy Guy

30.07.36

Lettsworth, LA

(Elvis Presley)

08.01.35 - 16.08.77

Tupelo



Memphis, Tennessee, ...

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...war (und ist) das Zentrum des Blues, das die Musiker aus dem Süden anzog. Hier gab es die Radiostation WREC, wo 1945-52 Sam Phillips als Diskjockey arbeitete, der dann 1951 dort die berühmten Sun Studios (mit dem Blues Label "Sun Records") gründete. Als Talentsucher und Produzent (wie die Chess Brüder in Chicago) nahm er Platten auf von späteren Blues-Größen wie B.B.King, Howlin' Wolf und Roscoe Gordon.  Berühmt wurde er durch die Entdeckung von Elvis Presley. In den späten 50ern nahm er neben Blues hauptsächlich Country und Rockabilly Musiker auf wie Jerry Lee Lewis, Johnny Cash, Carl Perkins, und Roy Orbison.

Vor Sam Phillips wirkte in Memphis ein weiterer Förderer des Blues: W.C.Handy.



William Christopher Handy (US Link)

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1873 - 1958 (cornet)

Er wird "Father of the Blues" genannt ... aber obwohl der Blues viele Väter hat, muss William Christopher Handy sicherlich als einer von ihnen betrachtet werden. Geboren 1873 in Florence, Alabama, war W.C. Handy überhaupt kein Delta Bluesman. Als Kind war er Musikschüler und spielte Kornet, später reiste er mit Tanzkapellen durch den Süden und spielte bei Minstrel Shows und bei Zeltveranstaltungen. Handy hatte etwas ähnliches wie Blues schon 1892 gehört, aber es war 1903, während er in Tutwiler, MS, auf einen verspäteten Zug wartete, dass er einen umherziehenden Bluesman hörte, der Slide Guitar spielte und etwas sang über "goin' where the Southern cross the Dog", was sich auf die Kreuzung der "Southern and Yazoo"- und der "Mississippi Valley"- Eisenbahnlinien weiter südlich bei Moorhead bezog. Handy nannte es "the weirdest music I had ever heard" (die eigenartigste/sonderbarste Musik, die ich je gehört habe).
Um 1909 ließ sich W.C. Handy in Memphis nieder, wo er Pee Wee's Saloon an der Beale Street als sein Hauptquartier benutzte. Seine größten Beiträge zum Blues waren seine Kompositionen Memphis Blues, speakerSt. LouisBlues (hier von Bessie Smith gesungen), Yellow Dog Blues, und Beale Street Blues. Handy zog 1927 nach New York City, wo er mit verschiedenen Orchestern spielte. Dort starb er im Jahre 1958.

Handy wird heutzutage mit den jährlich von der "Blues Foundation" verliehenen "W.C. Handy Awards" geehrt, das Blues- Äquivalent zu den Grammys.
In Memphis steht als Erinnerung an ihn im Schatten eines nach ihm benannten Parks ein Standbild von W.C. Handy.


Leadbelly (US Link)

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21.01.1888 - 06.12.1949 (guitar)

Leadbelly verließ als Jugendlicher sein Zuhause und wanderte durch Louisiana und West-Texas. Dort traf er den legendären Texas Bluesman Blind Lemon Jefferson. Er spielte viele Instrumente, spezialisierte sich dann aber auf die zwölfsaitige Gitarre. Er war nicht nur ein Blues-Sänger, sondern er sang viel Folk Music wie Goodnight Irene, The Midnight Special, Rock Island Line, Cotton Fields und Bring Me a Little Water, Sylvie. Leadbelly war mehrmals im Gefängnis. 1933 wurde er von John und Alan Lomax entdeckt, die ihn per Petition frei bekamen.  Leadbelly ließ sich in New York City nieder, wo er mit Woody Guthrie, Pete Seeger und den schwarzen Bluesmen Sonny Terry and Brownie McGhee zusammenarbeitete. Er starb 1949 und wurde 1986 in die "Blues Foundation's Hall of Fame" und 1988 in die "Rock & Roll Hall of Fame' aufgenommen.

speakerFort Worth And Dallas Blues

Charley Patton (US Link)

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1891 - 1934 (guitar)

Der Delta Blues Klang, den wir heute kennen, wurde kreiert von Charley Patton, dem  "Father of the Delta Blues'. Geboren um 1891 in Edwards, MS, lebte und arbeitete Patton auf der "Dockery's Plantation' in der Nähe von Cleveland, MS. Hier entdeckte er die Liebe zur Musik und begann, Gitarre zu spielen und im Land herumzuziehen. Später war er Mentor von solchen Blueslegenden wie Willie Brown, Tommy Johnson, Pops Staples und Howlin' Wolf. Und die Blues-Größen Robert Johnson, Son House, Bukka White und viele andere gaben an, dass Patton sie am meisten beeinflusst habe. Patton war in der Delta Region bis 1915 sehr populär geworden. 1929 reiste er nach Richmond, Indiana, um Pony Blues für das Paramount Label aufzunehmen. Weitere Sessions folgten und kurz vor seinem Tod 1934 in Indianola, MS, nahm er speakerRevenue Man Blues für die American Record Company in New York City auf.



Big Bill Broonzy

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1893 - 1958 (guitar)

Bill wurde 1893 in Scott, MS, geboren und lernte zunächst Fiddle spielen. Im Alter von 14 zog er mit seiner Familie nach Arkansas. Er nahm am ersten Weltkrieg teil, und entschloss sich nach seiner Rückkehr, als Sänger und Gitarrenspieler seinen Lebensunterhalt zu verdienen. In den 20ern ging er nach Chicago, wo er in den 30ern einer der wichtigsten Künstler der Blues- Szene wurde. Als der elektrische Blues mit Muddy Waters populär wurde, trat er etwas in den Hintergrund, spielte aber seine Rolle als Folk-Bluesman erfolgreich weiter. 1940-44 spielte er zusammen mit Memphis Slim.

In den 50ern war er einer der ersten, die auf Europatourneen den Blues dort bekannt machten. Er war auch der erste Bluesman, der seine Biographie aufschreiben ließ ("Big Bill's Blues'). 1958 starb er an Kehlkopfkrebs.

EinTitel: speakerSpeadin Snakes Blues



"Mississippi" John Hurt (US Link)

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1893 - 1966 (guitar)

Mississippi John Hurt, war "beileibe keiner von der teuflischen Art', es gab wahrscheinlich keinen Bluesman, den man lieber haben konnte. Er wurde 1893 in Teoc, MS, und wohnte die meiste Zeit seines Lebens im benachbarten Avalon. 1928 nahm er 13 Songs für das OKeh Label auf, u.a. Avalon Blues, Frankie, speakerAin't No Tellin', Stack O' Lee Blues, Candy Man Blues und Spike Driver Blues—eine Ballade, die er 1916 während eines kurzen Arbeitseinsatzes als Eisenbahnarbeiter einübte. Hurt geriet in Vergessenheit bis zu seiner Wiederentdeckung in den frühen 60ern, als er begann, in Cafehäusern und auf Folk-Festivals zu spielen, z.B.  von 1963 bis 1965 auf den Newport Folk Festivals. John Hurt starb 1966 in Grenada, MS.



Tommy Johnson (US Link)

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1896 - 1956 (guitar)

Tommy Johnson war neben Charley Patton und Son House der einflussreichste Bluesman des Deltas in den 20ern und 30ern und formte den typischen Blues Sound mit. Er war ein besessener Bluesspieler und ein Showman bei seinen Auftritten. Besonders Howlin' Wolf nahm sich ihn zum Vorbild.

Johnson wurde 1886 in Terry im Süden geboren und wanderte als Teenager nach Norden ins Delta, wo er Charley Patton und seinen musikalischen Begleiter Willie Brown traf, mit denen er zu spielen begann. Johnson nahm nur zwischen 1928 und 1930 Platten auf.  Unter seinen vielen Songs, die Blues Standards wurden, waren "Big Road Blues' und speaker"Canned Heat Blues'. Nach letzterem gab sich die kalifornische Blues-Rock-Gruppe Canned Heat in den 60ern ihren Namen. Johnson blieb sein ganzes Leben im Delta, verfiel dem Alkohol und starb 1956.



Lonnie Johnson

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1899 - 1970 (guitar)

Lonnie Johnson, geboren 1899 als Alonzo Johnson in New Orleans, war ein Pionier des Jazz- und Blues- Gitarren- und Banjo- Spiels.  Er spielte in Cafes in New Orleans und reiste schon 1917 nach Europa, wo er in Revues und Jazz-Orchestern spielte. 1918 kehrte er nach New Orleans zurück, wo seine ganze Familie außer einem Bruder inzwischen an einer Grippeepedemie gestorben war. Die beiden zogen nach St.Louis, wo sie in Riverboat Bands spielten. In den 20ern nahm er Platten u.a. mit den Orchestern von Louis Armstrong und Duke Ellington auf. In den 30ern zog er nach Cleveland und 1937 nach Chicago. Er hatte 1948 seinen größten Hit speaker"Tomorrow Night'. Er tourte 1952 durch England, arbeitete bis zu seiner Wiederentdeckung 1959 außerhalb des Musikgeschäfts.  1963 ging er mit dem American Folk Blues Festival nach Europa, zog 1965 nach Toronto und eröffnete einen eigenen Blues Club.  Sein letzter Auftritt war 1970 in der Massey Hall in Toronto.

Der britische Pionier der Skiffle Music Anthony Donegan änderte seinen Namen aus Bewunderung für sein großes Vorbild in Lonnie Donegan.



Eddie James "Son" House (US Link)

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1902 -1988 (guitar)

1902 als Eddie James, Jr., in Riverton, MS, geboren, entwickelte Son House seinen persönlichen Delta Stil mit intensivem Gesang und heftigem Gitarrenspiel. House begann sein Erwachsenalter als Baptisten Messdiener, und erst im Alter von 24 Jahren begann er, Gitarre zu spielen. 1928 tötete er einen Mann und kam in das berüchtigte Gefängnis "Parchman Farm'. Als sich bald herausstellte, dass er in Notwehr gehandelt hatte, wurde er wieder freigelassen. In den frühen 30ern spielte House zusammen mit Charley Patton und Willie Brown und während dieser Zeit nahm er Preachin' The Blues bei Paramount auf. Alan Lomax nahm House 1941 für die Library of Congress auf, und 1965, nach seiner "Wiederentdeckung', nahm er das traurige Stück speakerDeath Letter für CBS Records auf. Er starb 1988 in Detroit.




Skip James (US Link)

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1902 - 1969 (guitar)

Skip James spielte einen speziellen "Bentonia' Stil mit Falsettgesang und komplizierten Zupftechniken. Obwohl es nur wenige Aufnahmen von ihm gibt, beeinflusste er eine Reihe von Mississippi Bluesmen, u.a. Robert Johnson.

Er wurde 1902 in Yazoo City als Nehemiah Curtis James als einziges Kind in eine religiöse Familie hinein geboren und wuchs auf der Whitehead Plantation nahe Betonia auf. Er lernte Gitarre von seinem Freund Henry Stuckey, mit dem er in den 20ern und 30ern zusammen bei Veranstaltungen auftrat. Aufgrund der Wirtschaftskrise wurden seine Platten, die er in den 30ern bei Paramount Records aufnahm, kaum verkauft, und er wandte sich enttäuscht vom Blues ab. Er gründete in Dallas eine Gospelgruppe, die bei den Predigten seines Vaters sang. Auch er wurde Baptisten-Prediger. In den 40ern kehrte er nach Mississippi zurück, arbeitete aber außerhalb des Musikgeschäfts. 1964 wurde er wiederentdeckt, spielte beim Newport Folk Festival und trat in Clubs, z.T. mit Mississippi John Hurt, auf. James machte in den 60ern auch Aufnahmen für das Vanguard Label. Seine 2 Alben, Skip James Today! und Devil Got My Woman, zeigen James' einzigartiges Falsetto und seinen melancholischen Gitarrenstil (speakerWorried Blues). Sein Song "I'm So Glad' wurde in der Aufnahme von "The Cream' zum Millionenhit. James zog nach Philadelphia, wo er 1969 an Krebs starb.



Big Joe Williams

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1903 - 1982 (guitar)

Er wurde 1903 in Crawford, MS, geboren und verließ als Jugendlicher Mississippi, um durch den Süden zu wandern. Er nahm Jobs an, um Geld für Essen zu haben, schlief in Eisenbahnwagons und zog von Stadt zu Stadt, wo er den von Charley Patton beeinflussten Country Blues spielte. 1935 unterschrieb er einen Plattenvertrag bei "Bluebird Records'. Er war nicht nur Sänger sondern auch Songwriter. Seine Hits waren speaker(Baby) Please Don't Go (1935), der später von vielen Rock Gruppen "gecovert" wurde, und Crawlin' King Snake (1941). Während dieser Zeit spielte Williams mit vielen prominenten Bluesmen, wie dem Harmonicaspieler John Lee "Sonny Boy" Williamson, den Gitarristen Charley Jordan and Robert Nighthawk und dem Pianisten Peetie Wheatstraw. Williams blieb in den 50ern und 60ern ein beachteter Folk-Bluesspieler. 1968 und 1972 tourte er mit dem American Folk Blues Festival durch Europa. Auch in den USA trat er auf vielen Festivals auf und hielt die Tradition des Delta Blues hoch. Er stab 1982.



"Mississippi" Fred McDowell

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12.01.04 - 03.07.72 (guitar)

Fred McDowell wurde 1904 in Rosswell, TN, geboren und lebte in Como, MS. Er war einer der letzten goßen Country Bluesmen, ein Vertreter des traditionellen Delta Blues, dessen Gitarrenstil auf Charley Patton und Son House zurückgeht. McDowell arbeitete entweder als Farmarbeiter auf den Feldern oder er durchstreifte das Delta und spielte den Blues auf Veranstaltungen. 1959 entdeckte ihn Alan Lomax und machte mit ihm die ersten Aufnahmen. (u.a. speakerGod Morning, Little Schoolgirl) In den 60ern trat er bei vielen Folk und Blues Festivals auf und nahm viele Platten auf. Er beeinflusste Künstler wie Bonnie Raitt und die Rolling Stones, die 1971 seinen Song You Gotta Move auf ihrer Sticky Fingers LP herausbrachten. McDowell starb 1972 an Krebs. 1991 wurder er in die "Blues Foundation's Hall of Fame" aufgenommen.



Arthur "Big Boy" Crudup

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24.08.05 - 28.03.74 (guitar)

Arthur Crudup wured 1905 in Forest, MS, geboren. Er sang zunächst in Gospel-Gruppen und im Kirchenchor. 1939 ging er nach Chicago und spielte Blues auf der Straße. Er wurde vom Bluesproduzenten Lester Melrose entdeckt und machte einen Plattenvertrag mit dem Bluebird Label. 1947 kehrte er nach Mississippi zurück, als er feststellte dass er von Melrose um Tantiemen betrogen wurde.  In den 40ern und 50er nahm er Platten für RCA auf und ging mit Sonny Boy Williamson II und Elmore James auf Tourneen.

Crudup wird ewig in Erinnerung bleiben, weil Elvis 1954 bei Sun Records seinen Song speaker"That's All Right, Mama" aufnahm, mit dem seine beispiellose Karriere begann. Weitere Songs waren "Rock Me Mama', "Mean Ol' Frisco" und "My Baby Left Me", die auch vom Künstlern wie B.B. King, Big Mama Thornton und Bobby "Blue" Bland gecovered wurden. Nach einer Pause wurde er in den 60ern wiederentdeckt und tourte durch die USA und Europa, bevor er 1974 starb.



Sunnyland Slim

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05.09.1907 - 17.03.1985 (piano)

Er wurde als Albert Luandrew in Vance, MS, geboren. Er btrachte sich als Kind das Piano- und Orgelspiel selbst bei und verbrachte viele Jahre im Süden mit Spielen, bevor er sich 1942 in Chicago niederließ. Dort schaffte er sich einen guten Ruf zusammen mit älteren Musikern wie Lonnie Johnson, Tampa Red und Peter J. Clayton, aber auch jüngeren Blues Musikern wie Muddy Waters und Little Walter. Im Zusammenspiel mit diesen Künstlern setzte sein kraftvolles Pianospiel den Standard für den harten Electro-Sound des Chicago Blues der 50er Jahre. Er nahm Platten für viele wichige Labels auf wie Chess Records, Vee Jay Records und Cobra Records, aber auch für kleinere Labels, die solche klassischen Chicago Blues Stücke wie "Johnson Machine Gun", "Going Back To Memphis", "Highway 51" und speaker"Be Careful What You Vote".
Er begleitete oft andere wichtige Musiker wie Robert Lockwood, Floyd Jones und J.B. Lenoir. Er half jungen Musikern beim Start ihrer Karriere. In den 60ern und 70ern machte er viee Plattenaufnahmen und tourte durch die USA und die Welt. In den 80ern produzierte er fü sein eigenes Label Airway und half jungen Spielern wie Professor Eddie Lusk und Lurrie Bell. Er starb 1995 in Chicago an Nierenversagen.

Bukka White (US Link)

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1909 - 1977 (guitar)

Wie Son House und andere Delta Größen, genoss Booker T. Washington "Bukka" White nicht die Popularität, die er eigentlich verdiente bis zum Folk Music Revival in den frühen 60ern. White wurde 1909 in Houston, MS, geboren und kam in den späten 20ern unter den Einfluss von Charley Patton. Er nahm die ersten Platten für das Victor Label in Memphis auf, aber verdiente sein Geld als Baseballspieler und als Preisboxer. White verbrauchte auch eine Zeit im Gefängnis "Parchman Farm'—nachdem er 1937 einen Mann erschossen hatte. Dort machte Alan Lomax Aufnahmen mit ihm, und White setzte seine Musikkarriere nach seiner Entlassung 1940 fort, indem er seine Erkennungsmelodie speaker"Fixin' To Die Blues" für das Vocalion Label in Chicago aufnahm. 1946 brachte er seinem Vetter B.B.King bei dessen Besuch in Memphis weitere Fertigkeiten des Gitarrespielens bei. Bukka White starb 1977 in Memphis.




Champion Jack Dupree

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1909 - 1992 (piano)

Er wurde als William Thomas Dupree in New Orleans geboren und kam (wie auch Louis Armstrong) als Baby ins Waisenhaus nachdem seine Eltern bei einem vom Ku-Klux-Klan gelegten Feuer umgekommen waren. Dort lernte Piano-Spielen. Später spielte er auf der Straße und in Bars. Um 1930 ging er nach Chicago und ein Jahr später nach Detroit. Als Teilzeit-Job spielte er Piano, während er in Indianapolis Karriere als Profi-Boxer machte. Bis 1940 bestritt er über 100 Kämpfe. Dann nahm er in Chicago als erstes Stück den Klassiker speakerHurry Down Sunshine auf. 1942 wurde er zur Navy eingezogen und kam in japanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in New York nieder, wo er zeitweise als Koch arbeitete und unter verschiedenen Labels Platten aufnahm.  1959 zog er erst nach Paris und dann nach Zürich. Später wohnte er noch in Dänemark und England, bevor sich in den 70ern in Deutschland (Hannover) niederließ. Die ganze Zeit veröffentlichte er zahlreiche Jazz und Blues Platten. 1990 und 91 spielte er auf dem "New Orleans Jazz & Heritage Festival" und nahm die Alben Back Home in New Orleans und Forever and Ever für "Bullseye Blues Records" auf. 1991 spielte er auch auf dem "Chicago Blues Festival'. Dupree starb 1992 in Hannover.



Sonny Boy Williamson II (US Link)

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11.03.1897 - 25.05.1965 (harmonica)

Der Name "Sonny Boy Williamson" ist unzweifelhaft verbunden mit der Blues Harmonica. Der original "Sonny Boy" war John Lee Williamson (geb. 1914 in Jackson,TN), der mit 18 nach Chicago ging, wo er u.a. mit Muddy Waters spielte. Sonny Boy Williamson II war sein selbsternannter Nachfolger. Sonny Boy II wurde 1897 (laut Grabstein, er nannte immer wieder andere Daten) in Glendora, MS, geboren als Aleck "Rice" Miller. Er verbrachte seine frühen Jahre als Wandermusiker im Delta und spielte mit Musikern wie Robert Johnson, Robert Jr. Lockwood, Elmore James und Howlin' Wolf. Er ließ sich 1941 in Helena, Arkansas, nieder, wo er und Lockwood sich regional bekannt machten mit einer täglichen, 15-minütigen Radio Show 'King Biscuit Time'. 1944 verließ er den Sender und tourte mit Elmore James und Arthur Crudup durch das Delta. 1948 machte er eine Radio Show bei KWEM in West Memphis, wo er B.B. King traf, dem er eine Arbeit verschaffte.
Bis 1951 hatte Williamson keine Platten aufgenommen bevor er zum Trumpet Label nach Jackson ging. 1955 ging er nach Milwaukee zu Checker Records (einer tochtergesellschaft von Chess), wo er speakerDon't Start Me Talkin', All My Love In Vain und Your Funeral My Trial aufnahm. Er tourt weiterhin durch das Delta, kam 1963 und 1964 mit dem American Folk Blues Festival nach Europa und kehrte 1965 nach Helena zurück, wo er am 25.Mai desselben Jahres starb. Begraben wurde er in der Nähe von Tutwiler,MS.



Howlin' Wolf (US Link)

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10.06.10 - 10.01.76 (harmonica, guitar)

Kurioserweise benannt nach einem amerikanischen Präsidenten aus dem 19.Jahrhundert, bekam der junge Chester Arthur Burnett den Spitznamen, der zu einem Synonym für die Kraft des Blues werden sollte. Howlin' Wolf wurde 1910 in der Nähe von West Point, MS, geboren und wurde in jungen Jahren von Charley Patton, Willie Brown und Sonny Boy Williamson 2 beeinflusst. Nach dem 2.Weltkrieg zog er nach West Memphis, Arkansas, und spielte am Ort mit einer Reihe von Bands. Wolf war ursprünglich ein Harmonica-Spieler, fokussierte um 1950 aber seine Bemühungen auf die elektrische Gitarre, und bald nahm er in den Sun Studios von Sam Phillips in Memphis Schallplatten auf. 1953 unterzeichnete er einen Plattenvertrag mit Chess Records, wo er Spoonful, Little Red Rooster, Back Door Man, I Ain't Superstitious, speakerSmokestack Lightnin' und Killing Floor aufnahm. Wolf blieb als Blues Interpret und Komponist während der 60er Jahre immer an der Spitze. Er starb 1976 in der Nähe von Chicago.



Robert Johnson (US Link)

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08.05.11 - 16.08.38 (guitar)

Johnson wurde 1911 in Hazelhurst, MS, geboren und starb 1938 unter mysteriösen Umständen in Greenwood, MS. Nach dem selbstgepflegten Mythos kam er durch einen Pakt mit dem Teufel zu seinem grandiosen Gitarrenspiel. In kurzer Zeit entwickelte er sich zu einem Meister der Gitarre, wahrscheinlich beeinflusst von Charley Patton und Son House. Die meiste Zeit war er auf Wanderschaft bzw. auf Reisen, nicht nur durch das Delta sondern auch nach Memphis, St. Louis, Chicago, Detroit, und sogar nach New York.  1936 und 1937 nahm er solche unsterblichen Blues Klassiker auf wie I Believe I'll Dust My Broom, Sweet Home Chicago, Come On In My Kitchen, speakerCross Road Blues, Traveling Riverside Blues, Love In Vain, Hellhound, On My Trail, speakerStones In My Passway und Me And The Devil Blues.



Muddy Waters (US Link)

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04.04.15 - 30.04.83 (guitar)

Geboren als McKinley Morganfield in Rolling Fork, MS, im Jahr 1915, war Muddy Waters der erste der großen Chicago Bluesmen.  Aufgewachsen bei seiner Großmutter auf der "Stovall Plantation" nahe Clarksdale, MS, begann Waters' professionelle Karriere, als der Folk Music Forscher Alan Lomax 1941 mit ihm Platten für die Library of Congress (Kongressbibliothek) aufnahm. Zwei Jahre später ging er nach Chicago, wo er der Pionier des elektrischen Blues wurde. Seine ersten Hits waren 1948 I Can't Be Satisfied und Feel Like Going Home, gefolgt von Long Distance Call, Mannish Boy, Got My Mojo Workin', speakerHoochie Coochie Man, I Just Want To Make Love To You undI'm Ready, alles bemerkenswerte Blues Klassiker. Muddy Waters starb 1983 in Chicago.

Die Rolling Stones gaben sich ihren Namen nach dem Song von Muddy Waters Like A Rolling Stone. Auf dem Ortsschild von Rolling Fork steht: Home of McKinley Morganfield - "Muddy Waters'



David "Honeyboy" Edwards

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28.06.15 - (guitar)

Honeyboy wurde 1915 in Shaw, Mississippi, geboren. Er lernte Gitarrespielen von seinem Vater, Henry Edwards, und von seinen Freunden. Mit 14 ging er mit seinem Mentor, dem Gitarren-Meister Big Joe Williams auf Wanderschaft.
In den 30ern spielte Honeyboy an Straßenecken, auf Flussschiffen und House Parties mit den legendären Blues Künstlern Big Walter Horton, Charley Patton, Son House, Tommy Johnson, Robert Lockwood Jr., Robert Johnson und vielen mehr.
Er zog nach Memphis, wo er in Kontakt mit vielen weiteren Blues Musikern kam. Er spielte regelmäßig im Handy Park mit der Memphis Jug Band, Memphis Slim, Roosevelt Sykes und den Blues Harp Spielern Big Walter Horton and Little Walter Jacobs.
Honeyboy begann mit Plattenaufnahmen im Jahre 1942, als er 15 Stücke für Alan Lomax (Library of Congress) auf der Stovall Plantation in Mississippi einspielte (z.B. speakerRoamin' and Ramblin' Blues). Honeyboy machte in den späten 40ern Aufnahmen mit verschiedenen Labels in Texas, und nahm in den 50ern für Sam Phillips' Sun Records in Memphis “Dust My Broom” auf.
1953 zog Honeyboy nach Chicago, wo er Plattenaufnahmen bei Chess Records machte und als einer der besten Gitarristen der Stadt anerkannt wurde. Honeyboy spielte in Clubs mit Willie Dixon, Muddy Waters, Otis Spann, Sunnyland Slim, Howlin' Wolf und vielen weiteren Blues Ikonen. Honeyboy tourte durch die ganze Welt, als Solist und mit Bands. Honeyboy's Stil wurzelt noch immer fest im Mississippi Delta.
1992 gab sein Plattenlabel Earwig eine Sammlung von Stücken von 1942 bis 1991 heraus: "Delta Blueman", und 1998 veröffentlichte Honeyboy seine Autobiographie und ein Album unter dem gleichen Titel "The World Don’t Owe Me Nothing", eine Retrospektive auf seine Laufbahn als legendärer Bluesman seit über 6 Jahrzehnten. Ende Februar 2003 führte ihn seine letzte Tournee auch nach Hildesheim, wo ich seinem virtuosen Gitarrenspiel zuhören konnte.



Willie Dixon

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01.07.15 - 30.01.92 base (guitar)

Er war der Blues . . . und er war sicherlich einer der wichtigsten Figuren in der Nachkriegs-Szene von Chicago. Was Willie Dixon von den meisten anderen Delta Bluesmen seiner Tage unterschied, war seine Fähigkeit Musik zu lesen, zu schreiben, zu komponieren und zu arrangieren—Talente, die ihm zu einem legendären Status unter den Blues Musikern verhalf.

Dixon wurde 1915 in Vicksburg, MS, geboren und wurde als Kind von seiner Mutter beeinflusst—einer religiösen Poetin—und von der lokalen Gospel Szene. Aber es war das Boxen, nicht die Musik, wodurch Dixon 1936 nach Chicago kam. Er war ein Berufsboxer am Start seiner Karriere und machte einige Sparringskämpfe mit dem großen Joe Louis. 1948 spielte Dixon Bassgitarre mit zahlreichen Chicagoer Bands, als er einen Vertrag mit Chess Records unterschrieb, wo er hauptsächlich als Songwriter arbeitete, aber auch als Studio- Musiker, Produzent und Talentsucher.

Außer für eine kurze Zeit in den späten 50ern bei Cobra Records, blieb Dixon bis in die 60er bei Chess, wo er solche bekannten Blues- Stücke schuf wie Hoochie Coochie Man, I Just Want To Make Love To You, Evil, Spoonful, I Ain't Superstitious, Little Red Rooster, Back Door Man, I Can't Quit You Baby, speakerYou Shook Me, The Seventh Son  und Wang Dang Doodle. 1992 starb Dixon in Burbank, California.



Memphis Slim

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03.09.15 - 24.02.88 (piano)

Memphis Slim war ein wichtiger Blues Pianist und Komponist, dessen Aufnahmen aus den 40ern halfen, den Chicago "Bluebird" Sound der 30er mit dem der Nachkriegszeit zu verbinden Geboren 1915 als John Chatman (Peter Chatman) in Memphis, trieb er sich als Jugendlicher viel in der Beale Street herum und hörte sich die Pianospieler an. Er lebte einige Zeit in Helena, Arkansas, bevor 1939 nach Chicago ging, wo er im selben Jahr seine erste Platte unter dem Namen seine Vaters Peter Chatman aufnahm. 1940 nahm er unter seinem Künstlernamen Memphis Slim "Beer Drinking Woman" für "Bluebird Records" auf. Später im gleichen Jahr begann er, zusammen mit Big Bill Broonzy zu spielen, dessen Pianist gestorben war. 1944 bildete er eine eigene 7-köpfige Band "The House Rockers', die er 1946 in "Memphis Slim and His Solid Band" umbenannte. In den 40ern und 50ern machte er Aufnahmen mit den unterschiedlichsten Plattenfirmen als Solist und mit solchen Künstlern wie Willie Dixon und Sonny Boy Williamson (Rice Miller). Nach einer Europatournee mit Dixon 1960, beschloss er, sich dort niederzulassen. Er zog 1962 nach Paris, wo er häufig auftrat und weiter Platten veröffentlichte. Er machte regelmäßig Tourneen durch Europa. 1988 starb er in Paris.

  Ein Titel: speakerBaby Please Come Home



Walter "Shakey" Horton

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06.04.17 - 08.12.81 (harmonica)

Walter Horton wurde 1918 in Horn Lake, MS, südlich von Memphis geboren. Er war auch bekannt als "Big Walter", "Shakey" und "Mumbles". Horton brachte sich nach eigenen Angaben mit 5 Jahren das Harmonicaspiel selbst bei.
1927 begann Hortons Karriere bei der Memphis Jug Band. Er machte einige Plattenaufnahmen für Sam Phillips, z.B. "Easy" und "I Almost Lost My Mind". Horton spielte an Straßenecken in Memphis und auch kurze Zeit mit der Muddy Waters Band.
Ender der 40er zog Horton nach Chicago, kam aber bald wieder zurück nach Memphis, wo er Platten bei Modern/RPM und Sun veröffentlichte. Er spielte mit David "Honeyboy" Edwards und Eddie Tayor. 1951 nahm er Platten für das Label Modern/RPM unter dem Pseudonym "Mumbles" auf.
1953 kehrte Horton nach Chicago zurück, auf Einladung von Eddie Taylor, der auch dort gelandet war, um in dessen Band zu spielen. "Mad Love (I Want You to Love Me)" wurde 1953 aufgenommen.
Als in den 60ern der Blues populär wurde, tourte Horton durch die USA und Europa. Horton nahm sein erstes Solo Album Mitte der 60er auf und produzierte dann einige weitere. In den 70ern spielte er auf Folk and Blues Festivals und oft mit Willie Dixon's Chicago Blues All-Stars. 1972 machte er Aufnahmen mit Carey Bell für Alligator Records. Horton starb 1981 in Chicago und wurde später in die Blues Foundation's Hall of Fame aufgenommen.
Ein Titel: speaker "Walking By Myself" (mit Jimmy Rodgers)


Elmore James (US Link)

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27.01.18 - 24.05.63 (guitar)

Wenn es eine einzige Verbindung geben kann zwischen dem Delta Stil von Robert Johnson und den modernen Arbeiten von Duane Allman, Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter und Eric Clapton, würde sie aus der Person von Elmore James bestehen. James war ein Schüler von Robert Johnson, aber mit dem Aufkommen der elektrischen Gitarre hat er den Sound völlig neu erschaffen. 1918 in Richland, MS, geboren, nannte James aber auch Sonny Boy Williamson II als seinen Mentor. Nach seiner Heimkehr aus dem 2.Weltkrieg spielte er mit einigen Bands, die elektrische Instrumente benutzten, und wie Sonny Boy 2, nahm er Platten für Trumpet Records auf - Dust My Broom - bevor er 1952 nach Chicago ging. Er machte Aufnahmen bei Chess, hatte aber seinen größten Erfolg bei Fire Records in New York mit speakerThe Sky Is Crying , Shake Your Moneymaker, It Hurts Me Too, und Done Somebody Wrong.  James starb auf der Höhe seiner Karriere 1963 in Chicago.



Professor Longhair

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19.12.18 - 30.01.80 (piano)

1918 in Bogalosa als Henry Roeland Byrd geboren, aber den meisten Bewohnern von New Orleans nur als "Fess' bekannt, begann Professor Longhair in den 30ern seine musikalische Laufbahn als Straßen-Unterhalter in New Orleans. In den 40ern spielte er Piano in kleinen Combos. 1949 arbeitete er in Dave Bartholomew's Big Band, und dann begann eine Serie von Aufnahmen für verschiedene Labels wie Star Talent, Mercury, und Atlantic. In den nächsten 20 Jahren blieb er am Rande der New Orleans Szene und musste nebenbei Geld als Tagelöhner verdienen. 1971 kam sein Come Back beim New Orleans Jazz & Heritage Festival. Ein Gruppe von Studenten interessierte sich für seine Musik mit einer Mischung aus Calypso, Rhumba Rythmen, Boogie-Woogie und Street-Parade Music. Sie wurde die Basis für junge neue Gruppen wie die Neville Brothers und die Radiators, die ihre Musik als Fortsetzung der "guten alten New Orleans Zeit" verstanden. Als Longhair 1980 starb, war er der populärste und geehrteste Musiker in New Orleans.

Ein Titel: speakerBald Head



John Lee Hooker (US Link)

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22.08.1917 - 21.06.2001 (guitar)

Wenn Elmore James ein Kettenglied zur späteren Rockmusik ist, dann ist John Lee Hooker der Anker. Mit der Veröffentlichung seines 1989er Albums "Chill Out' verbreiterte und vertiefte Hooker den Blues, indem er solche "crossover" Künstler willkommen hieß wie Canned Heat, Carlos Santana, Van Morrison, Bonnie Raitt und George Thorogood.

John Lee Hooker wurde am 17.08.1920 in Clarksdale, MS, geboren und sang als Kind Gospel-Musik, bevor er nach Memphis zog, wo er sein Geld als Theater-Platzanweiser und Straßenmusikant verdiente.  1943 ging er nach Detroit, wo er praktisch in die Blueswelt hineinstolperte, und zwar mit seinem Hit von 1948 Boogie Chillen.  Bald folgten Crawlin' Kingsnake und speakerI'm In The Mood, und 1962, Boom, Boom. Für das erfolgreiche Album, The Healer, bekam er 1992 einen Grammy Award. John Lee Hooker starb am 21.06.2001 nachts im Schlaf zu Hause in Los Altos bei San Francisco im Alter von fast 84 Jahren.



Eddie Taylor

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29.01.1923 - 25.12.1985 (guitar)

Eddie wurde in Benoit, MS, geboren und lebte und arbeitete mit seiner Mutter auf einer Farm. Mit 13 bekam er seine erste Gitarre und brachte sich das Spielen selbst bei. Inspiriert wurde er durch Charley Patton, Son House und Robert Johnson. Er spielte auf örtlichen Veranstaltungen uns in Clubs. Er brachte seinem Freund Jimmy Reed das Gitarrespielen bei
1948 zog er nach Chicago, wo er bald mit seiner Combo populär wurde, in der auch der Harp-Spieler Walter "Shakey" Horton spielte. 1953 spielte er beim Vee Jay Label vor. Inzwischen bevorzugte die Combo den Stil des Back-Up Gitarristen Jimmy Reed. Andererseits spielte Taylor auf den meisten Plattenaufnahmen von Reed mit, die dieser zwischen 1953 und 1964 aufnahm, wie "You Don't Have To Go" (1955), "Ain't That Lovin' You Baby" (1956) und "Honest I Do" (1957). Taylors Aufnahmen starteten 1955, und bald hatte er den Hit speaker"Big Town Playboy". Trotz dieses Erfolgs machte er nur sporadisch weitere Aufnahmen. Taylor spielte als Begleitung von John Lee Hooker und Sunnyland Slim. 1968 schloss er sich Hooker und Reed zu einer erfolgreichen Europatournee an. 1972 nahm Taylor "I Feel So Bad" auf, und auf einer 2. Europatour "Ready For Eddie". Eddie Taylor war nie ein 'Self-Promoter', und von ihm wurden wahrscheinlich nach seinem Tod mehr Platten verkauft als zu seinen Lebzeiten. Er starb am 1. Weihnachtstag 1985. Sein Sohn Edward veröffentlichte 1998 ein Tribute Album.

B.B. King (US Link)

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16.09.25 - (guitar) BBKing.com | WorldBlues.com

"The King of The Blues Guitar", "the Ambassador", the "Elder Statesman". B.B. King, der populärste Bluesman überhaupt, hat dem Blues seinen Platz in der westlichen Popkultur verschafft. Seine gefühlvolle Interpretation des zeitlosen Klassikers speakerThe Thrill Is Gone bleibt der Bluesklang mit dem höchsten Wiedererkennungswert der Welt.
B.B. King wurde 1925 als Riley B.King in der Nähe von Indianola, MS, geboren. Seine Eltern waren hart arbeitende Farmpächter und auch Gospelsänger, sein Großvater war Gitarrist. Riley arbeitete auf der Plantage und kam durch den Gospelgesang zur Musik. Der Pfarrer spielte Gitarre, so dass er durch ihn und seinen Vetter Bukka White das Gitarrenspiel kernte. 1946 besuchte er Bukka in Memphis, um weiter zu lernen, bevor er 1948 ganz dorthin zog. Er traf dort Sonny Boy Williamson II, der in West Memphis eine Radiosendung machte. Dieser verschaffte ihm Auftritte in örtlichen Clubs. 1949 bekam er dann seine eigene Radio Show bei WDIA, wo er den Namen Blues Boy (B.B.) King annahm.
Seine Plattenkarriere begann ernsthaft 1950 bei RPM Records der Bihari Brüder. Seinem ersten Hit, Three O'Clock Blues, folgten bald eine Reihe von Bestsellern, einschließlich You Know I Love You, Everyday I Have The Blues, speakerWhen Love Comes To Town und Sweet Little Angel. In den 50ern tourte er mit seiner eigenen Band durch die ganze USA und später auch durch Europa und die übrige Welt. The Thrill Is Gone von 1970 katapultierte ihn hinauf zu internationalem Starruhm. Am 16.  September 2005 feierte er seinen 80. Geburtstag.
Am 1.7.2005 gab B.B.King auf seiner Abschiedstournee ein Konzert in Hannover, das auch Volkhard besuchte.
Im Oktober 2008 wurde in seiner Geburtstadt Indianola das B.B.King Museum eröffnet.




Albert King

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24.04.23 - 1992 (guitar)

B.B. King war nicht die einzige Blueslegende aus Indianola, MS; er war nicht einmal die einzige Blueslegende, die den Namen "King" trug. Zwei Jahre zuvor wurde dort 1923 Albert King geboren (unter dem Namen Albert Nelson), und obwohl Indianola nur 2.000 Einwohner hatte, waren die beiden Kings nicht verwandt. Albert King wuchs mit dem Gospel Sound auf und spielte im der Delta Blues Gegend bis in die späten 50er Jahre bevor er seine musikalische Heimat in St. Louis fand. Dort hatte er den Hit Don't Throw Your Love On Me So Strong, dann ging er nach Memphis zu Stax Records, wo er Laundromat Blues, Crosscut Saw, Down Don't Bother Me und den Klassiker speakerBorn Under A Bad Sign. aufnahm.  King's Karriere führte ihn auch auf Rock- und Klassikbühnen. Er spielte im "Fillmore West" in San Francisco mit John Mayall und Jimi Hendrix, und 1969 trat er mit dem St.Louis Symphony Orchestra auf.  Albert King starb 1992 in Memphis.



Jimmy Rodgers

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03.06.24 - 19.12.97 (guitar)

1924 als James A. Lane in Ruleville geboren, nahm er den Namen eines Großvaters an. Er verbrachte seine Kindheit in Atlanta. 
1932-40: Nach dem Umzug nach Minter City, MS, lernte er erst Harmonica und dann Gitarre.
1941-44: Er lebte einige Zeit in St.Louis, wo er sich Sunnyland Slim, Roosevelt Sykes und Walter Davis anschloss.
1945/48: Er ging nach Chicago und trat mit vielen Bluesleuten auf, 1948 auch mit Muddy Waters.
1950-60: Er wurde zum verlässlichsten Stammspieler in der Band von Muddy Waters, verfolgte aber auch seine eigene Richtung mit Aufnahmen wie "Left Me with a Broken Heart'(53), "Chicago Bound", speaker"Sloopy Drunk"(54), "Walking By Myself'(56) und "Rock This House'(58).
1961-69: Er verließ die Musikszene, um als Taxifahrer Geld für seine Familie zu verdienen.
1970-79: Er trat ab und zu in Chicago wieder auf, allerdings hatte sich der Musikstil dort inzwischen geändert. Er machte einige Tourneen durch Europa mit dem American Folk Blues Festival (72).
1980-97: Er erfuhr wieder mehr Anerkennung als unzweifelhafter Meister des Chicago Blues, mehr in Europa als in den USA. Ich besuchte 1996 ein Konzert in Hildesheim. Er starb 1997.



Jimmy Reed

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06.09.25 - 29.08.76 (guitar)

Jimmy Reed lernte Gitarre von seinem Freund Eddie Taylor. Er zog 1943 nach Chicago, wurde dann aber zur Navy eingezogen. Nach dem Krieg spielte er mit Eddie in kleinen Clubs in Chicago und Gary, Indiana.

Jimmy Reed war einer der einflussreichsten Bluesmen der Nachkriegszeit. Er spielte den "Laid-Back" Blues und hatte eine große Wirkung auf Rockgruppen, besonders die Rolling Stones.  Zwischen 1955 und 1961 hatte er Hits in den R&B Charts und in den Pop Charts. Bekannte Songs waren You Don't Have to Go, speakerAin't That Lovin' You Baby,You Got Me Dizzy, Honest I Do, Baby, What Do You Want Me To Do, Big Boss Man, Bright Lights Big City.

In den 60ern und 70ern tourte er durch England, wo er durch die Coverversionen der Stones sehr populär war. Er starb 1976 und wurde 1980 in die "Blues Foundation's Hall of Fame" und 1980 in die "Rock & Roll Hall of Fame" aufgenommen.



Chuck Berry

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18.10.26 (guitar)

Chuck (Charles) Berry war ein Rhythm'n'Blues Spieler aus St.Louis, beeinflusst vom Jazz und dem Blues von Muddy Waters und Howlin' Wolf. Er war neben Elvis der wichtigste Mann des Rock'n'Roll mit großem Einfluss auf die spätere Pop- und Rockmusik. U.a. die Beatles, Rolling Stones, Animals und Yardbirds spielten in ihrer Anfangszeit Lieder von Chuck Berry. In seinen Songs, die er selbst schrieb, ging es hauptsächlich um Alltagsprobleme, was beim Publikum ankam. 1955 hatte er seinen ersten Hit "Maybeline', aufgenommen in den Chess-Studios in Chicago, die mit dieser Musik auch das weiße Publikum erreichen wollten. Das gelang auch, zumal der Radiomoderator Alan Freed als Co-Autor geführt wurde und der Song damit häufiger in weißen Radiostationen gespielt wurde.  Weitere Hits waren: "Sweet Little Sixteen", speaker"Johnny B. Goode" und "Roll Over Beethoven". Die Rollings Stones nahmen 1961 als erste Platte den Chuck Berry Song Come On auf. 1969 schaffte Berry ein Comeback, und mit "My Ding-A-Ling' gelang ihm 1972 ein Millionenhit. Er investierte sein Geld in einen Vergnügungspark. Er musste zweimal ins Gefängnis, u.a. wegen Steuerhinterziehung.



Fats Domino

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1928 (piano)

Antoine "Fats" Domino wurde in New Orleans am 26. February 1928 geboren. Mit 7 Jahren lernte er Pianospielen von seinem wesentlich älteren Stiefbruder Harrison Verrett. Sein Pianospiel war beeinflusst von Boogie Woogie Pianisten wie Albert Ammons und Meade Lux Lewis. Seine erste Schallplatte war 1949 "The Fat man', und wurde ein R & B Hit. Aus seiner Zusammenarbeit mit dem Bandleader Dave Bartholomew resultierte eine nahezu endlose Kette vom R & B und Top 100 Hit Platten. Er spielte auch das Piano in dem millionenmal verkauften Hit von Lloyd Price "Lawdy miss clawdy'.

Fats trat in 4 Rock & Roll Filmen auf, "The girl can't help it”, "Shake rattle and rock', "Jamboree' und"The Big beat'. 1955, mit dem Aufkommen des Rock & Roll, wurde Fats auch bei dem weißen Publikum populär, beginnend mit speaker"Ain't that a shame". Fats unterzeichnete einen Vertrag mit ABC-Paramount, wo er einige Hits hatte. Später, 1965, machte er ein sehr gutes Live Album mit MERCURY und ein paar Alben mit REPRISE und SONET.



Bo Diddley

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30.12.28 - 02.06.08 (guitar)

Bo Diddley hatte seine größten Erfolge in den R&B Charts in den 50ern und frühen 60ern. Ab 1953 wurde diese unter weißen Jugendlichen beliebte Musik dann auch Rock'n'Roll genannt.  Diddley hatte großen Einfluss auf alle, die ihm folgten. Er wurde 1928 in McComb, MS, als Otha Ellas Bates McDaniel geboren; er war von der Kusine seiner Mutter, Gussie McDaniel, und einem Mann namens Bates adoptiert worden. Die Familie zog nach Chicago als Ellas fünf Jahre alt war. Als Kind lernte er Violine spielen. Gitarre brachte er sich selbst bei und spielte in der Schulband mit. Er spielte außerdem Trombone im Kirchenchor. 5 Jahre war er Bandleader einer 3-Mann Washboard Band. 1955 nahm er die ersten Platten für die Checker und Chess Labels auf.  Die meisten seiner Hits waren in den R&B charts: Diddley Daddy, der doppelseitige Hit speakerBo Diddley / I'm A Man, You Can't Judge A Book By The Cover, Say Man und Road Runner. Weitere Hits waren Who Do You Love, Before You Accuse Me, und Mona.Seine Popularität dauerte bis 1962, dann ein Comeback mit Ooh Baby 1967. Er war zusätzlich als Songwriter tätig. Er war der erste, der mit Verzerrer-Effekten und Echohall auf seiner Elektrogitarre experimentierte, was später u.a. von Jimi Hendrix, den Rolling Stones, den Who und Creedence Clearwater Revival übernommen wurde. Außerhalb der USA wurde er bekannt durch seine "London Sessions" mit englischen Rockmusikern.  Bo Diddley nannte sich nach einer einsaitigen afrikanischen Gitarre.  Er spielte gewöhnlich eine Gitarre mit kastenförmigem Körper. Er wurde 1987 in die "Rock-and-Roll Hall Of Fame" und 2004 auch in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. 1998 bekam er einen Ehren-Grammy für sein Lebenswerk. Er starb am 2.Juni 2008 in seinem Haus in Archer, FL, an Herzversagen.



J.B.Lenoir

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05.03.29 - 29.04.67 (guitar)

J.B. Lenoir (oder auch JB/KB Lenore) wurde 1929 in Monticello, MS, geboren. Schon als 8-Jähriger konnte er Gitarre und Mundharmonika spielen. Als Jugendlicher arbeitete er auf den Feldern. 1945 ging er nach New Orleans, wo er mit Sonny Boy Williamson (Alex Miller) und mit Elmore James im "New York Inn" in New Orleans spielte. 1949 zog Lenoir nach Chicago und begann, in örtlichen Clubs aufzutreten, zusammen mit Blues Größen wie Memphis Minnnie, Big Bill Broonzy und Muddy Waters. 1950 gründete er eine eigene Band mit dem Pianisten Sunnyland Slim und dem Drummer Alfred Wallace. Er machte Plattenaufnahmen für verschiedene Labels in Chicago, wie Chess, JOB, Parrot und Checker. In den 60ern tourte Lenoir durch Europa und trat 1965 mit dem American Folk Blues Festival in England auf.

1966 wurde Lenoir bei einem Autounfall verletzt. 1967 starb er an einem Herzinfarkt in Urbana, IL, und wurde in Monticello, MS, begraben.

Hier einige seiner Songs, die von poetischer Begabung und teilweise auch von sozialem und politischen Engagement zeugen:
speakerCarrie Lee (mit Sunnyland Slim, Piano, 1951), Korea Blues (51), How Much More (52), Eisenhower Blues (54), Natural Man (55), Don't Dog Your Woman, Don't Touch My Head (56), Alabama Blues (62), Everybody Crying About Vietnam (65).




Otis Spann

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21.03.30 - 24.04.70 (piano)

Er war allseits bekannt als der Pianospieler der legendären Muddy Waters Band in Chicago. Er hatte sich das Pianospiel selbst beigebracht und spielte zunächst in der Kirche seines Vaters in Mississippi. Nebenbei spielte er noch Fußball und boxte. 1946-51 diente er bei der Army, dann ließ er sich in Chicago nieder und begann, in Blues Clubs zu spielen. 1953 schloss er sich der Muddy Waters Band an, wo sein Spiel ein integraler Bestandteil des rockigen Sounds der Band wurde. Nebenbei wurde er Haus-Pianist bei "Chess Records', wo er auch Platten mit Muddy Waters, Howlin' Wolf, Little Walter und anderen Künstlern aufnahm.

1960 begann Spann seine Solokarriere mit dem Album Otis Spann It's the Blues. Viele andere Alben auf diversen Labels folgten, u.a. The Blues Never Die (64) (es enthält das Stück speakerI Got A Feeling). Er tourte einige Male durch Europa und trat bei allen großen Festivals in den USA auf. 1970, auf dem Höhepunkt seiner Karriere starb er mit 40 Jahren an Krebs




Otis Rush

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1934 - (guitar)

1934 in Philadelphia, MS, geboren, lernte als Jugendlicher Harmonica und die Grundzüge der Gitarre. 1948 zog er nach Chicago, wo er von Muddy Waters und Howlin' Wolf inspiriert wurde, ernsthaft Blues Gitarre zu spielen. Willie Dixon vermittelte ihm 1956 einen Vertrag mit "Cobra Records', wo er seine erste Single, eine wundervoll gespielte Neuauflage von Dixon's "I Can't Quit You, Baby' veröffentlichte. Später nahm Led Zeppelin eine Coverversion davon auf ihr erstes Album. Weitere Stücke, wie "All Your Love', "Double Trouble' und "Groaning the Blues' folgten und bestimmten seinen West Side Blues Sound. Als Cobra sich auflöste, hatte Rush sehr viel Pech mit anderen Plattenfirmen und neuen Aufnahmen, hörte in den 80ern sogar einige Zeit ganz auf zu spielen und versuchte dann außerhalb Chicagos ein Comeback. 1994 veröffentlichte er speakerAin't Enough Comin In.



Junior Wells

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09.12.34 - 15.01.98 (harmonica)

Junior Wells wurde als Amos Blakemore in Memphis geboren. Seine Eltern waren Farmer in Arkansas. Junior entwickelte früh Interesse an Musik, beeinflusst durch Howlin Wolf, B.B. King und Big Walter. Junior bekam ersten Harmonica Unterricht von Junior Parker, seinem Nachbarn, und brachte sich das meiste selbst bei. Er spielt auf der Straße, und im Alter von 12 zog er mit seiner Mutter nach Chicago.
Von seinem ersten selbstverdienten Geld kaufte er sich eine Harp. Mit 14 erhielt Junior seinen ersten Job als Musiker und spielte mit Dave und Louis Myers in der C&T Lounge in Chicago. Zwei jahre später ging er zu Muddy Waters in die Ebony Lounge und stellte sich als Harp Spieler vor. Er freundete sich mit dem Harmonica Künstler Little Walter an, und als dieser 1952 die Band von Muddy Waters verließ, um eine eigene Band zu gründen, wurde er sein Nachfolger.
Junior Wells arbeitete als Sänger, Harpspieler, Bandleader, Komponist und Produzent. Sein Stil basierte auf Kenntnissen die aus erster Hand von seine Vorgängergeneration von Harpspielern wie Sonny Boy Williamson I und II, Little Walter und Big Walter Horton. 1953 und 1954, im Alter von 19 und 20, nahm er eine Reihe von Blues Klassikern auf, z.B. speakerHoodoo Man. Er wurde unterstützt durch Freunde wie Elmore James, Muddy Waters, Willie Dixon und Otis Spann.
1966 nahm Junior seine erste LP auf, Hoodoo Man Blues, die noch immer als eine der besten je aufgenommen Blues LPs gilt. 1966 tourte Junior zusammen mit Buddy Guy durch die ganze Welt, wodurch beide das berühmteste Team des Chicago Blues wurden. Sie spielten 1970 als Vorgruppe der Rolling Stones, und nahmen auf dem Montreaux Jazz Festival 1997 "Drinkin TNT 'n' Smokin' Dynamite" (Telarc Label) auf, zusammen mit Bill Wyman, Pinetop Perkins, Dallas Taylor und Terry Taylor, das zum besten Blues Album des Jahres gewählt wurde.
Später tourte Junior mit seiner 8-Mann-Band, und er nahm an der Amnerka-Tour von Van Morrison teil. 1993 kam sein erstes Studio-Album heraus, "Better Off With The Blues". Auf seinem zweiten "Everybody's Gettin Some" (1995), erschienen als Special Guests Carlos Santana, Sonny Landreth und Bonnie Raitt. Auf dem dritten, "Come On In This House" (1996), einem akustischen Album, geht Junior 'back to his roots' zusammen mit 6 der besten Slide Guitar Spielern der Welt. Das Album wurde für den Grammy und den Handy Award als the bestes Traditional Blues Album nominiert und erhielt tatsächlich den Handy Award. 1997 kam sein Album "Live at Buddy Guy's Blues Legends" heraus. Für den Film "Blues Brothers 2000" hatte er Szenen gedreht, bevor er am 15.01.1998 in Chicago an Lymphdrüsenkrebs starb.

Buddy Guy

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1936 (guitar)

Buddy Guy wird allgemein als würdiger Nachfolger von B.B. King angesehen. 1936 in in Lettsworth, Louisiana, geboren, war Buddy ein relativer Spätankömmling in der Chicago Blues Szene. Er begann 1960 seine Karriere als Session Gitarrist bei Chess Records, wo er 1962 Stone Crazy aufnahm. 1967 begann Buddy eine lang andauernde Arbeits-Beziehung mit Junior Wells bei Vanguard. Dann, bei Silvertone, hatte Buddy sich als Bluesman der 90er Jahre etabliert, mit seinen Bestseller Alben Damn Right, I've Got The Blues (speakerSit And Cry), Feels Like Rain und Slippin' In.  Buddy ist Eigentümer des Blues Clubs "Legends" in Chicago und geht noch oft auf Tour.



Elvis Presley

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08.01.35 - 16.08.77

Elvis Presley gehört eigentlich nicht in diese Reihe, aber, wie viele weiße Jugendliche nach dem Krieg begeisterte er sich für die Musik der Schwarzen. Elvis war Lastwagenfahrer in Memphis und sein Hobby war das Spiel auf seiner 2,50-Dollar-Gitarre, mit der er die Lieder der Bluessänger der Umgebung nachspielte. Eines Tages ging er in das "Sun Records' Plattenstudio in Memphis, um ein Lied zum Geburtstag seiner Mutter aufnehmen zu lassen. Es war das Stück "My Happiness', ein aktueller Blueshit. Der Sun-Inhaber Sam Phillips entdeckte Elvis als Talent und nahm ihn unter Vertrag.  Er produzierte die Platte speaker"That's All Right, Mama", ein Blues von Arthur Crudup, und "Blue Moon of Kentucky', für die 1954 sofort 5000 Bestellungen eingingen. Elvis tingelte mit seinen Liedern durch die Lokale der Umgebung. Die aus dem Blues entwickelte Musik wurde auch "Rockabilly' genannt und war die Südstaaten-Stilrichtung des Rock'n'Roll. Elvis wurde der bekannteste Sänger der Rock'n'Roll - Zeit, der "King of Rock'n'Roll'. Er wurde das erste große Idol der Jugend, und seine Musik und seine Auftritte löste die erste Teenager-Hysterie (kreischende Mädchen, wie später bei den Beatles) aus. Der Grund waren seine Stimme und seine Bewegungen (Kreisen mit den Hüften), die sowohl erotisch als auch wild wirkten. 1956 kaufte die große Plattenfirma RCA den Vertrag von Sun für 35000 Dollar und brachte den Titel "Heartbreak Hotel' heraus. Damit trat Elvis in der "Tommy and Jimmy Dorsey Stage Show" auf. 1,5 Millionen Platten von diesem Titel wurden sofort verkauft, 8 Millionen in weiteren 6 Monaten. Elvis entfernte sich vom Rockabilly und sang nun vermehrt kommerzielle Liebeslieder. RCA warf nun 7 Singles gleichzeitig auf den Markt. Elvis drehte seinen ersten Film "Love Me Tender'. Während seiner Militärzeit sorgte sein Manager Tom Parker dafür, dass Elvis in den Schlagzeilen blieb.  Danach trat er aber nicht mehr auf, igelte sich in seiner Villa ein und machte nur noch Filme. 1969 hatte er dann ein glänzendes Comeback, bei dem er an die alten Erfolge anknüpfte. Nach seiner gescheiterten Ehe, die von 1967-1973 dauerte, ging es mit ihm bergab und er wurde tablettensüchtig. 1977 starb er im Badezimmer seiner Villa "Graceland" in Memphis.


Quellen:(Links) Quellen:(Bücher)
  • Paul Oliver, Die Story des Blues, rororo 1969
  • Volker Albod/Rainer Bratfisch, Blues heute, VEB Lied der Zeit Verlag 1987
  • Charlie Gillet, The Sound of the City, 2001 Verlag 1979
  • Joachim-Ernst Behrendt, Das Jazzbuch, Fischer 1991
  • David Harrison, Die Welt des Blues (mit Vorwort von B.B.King), Karl-Müller-Verlag, 1993
  • Theo Lehmann, Blues and Trouble. Zur Geschichte des Blues, ...Verlag, 1991
  • Bill Wyman, Blues. Geschichte, Stile, Musiker, Songs & Aufnahmen, Christian Verlag, 2001
Als PDF-File: Die_wichtigsten_Blues_Musiker_vom_Mississippi.pdf (734 kB) |
Liste der Blues Musiker Volkh@rd's Bluessammlung Der Blues vom Mississippi
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